Bewegung macht Kinderknochen stark

Auch Kinder mit einer genetischen Veranlagung zur Knochenschwäche profitieren von körperlicher Aktivität. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus Philadelphia.


Viele Faktoren beeinflussen die Knochenstabilität

Durch die Gabe von Vitamin D an Kleinkinder und das Fehlen gravierender Mängel in der Ernährung kommt es heute nur noch selten zu Knochendeformationen. Trotzdem unterscheiden sich die Knochendichten von Kindern und Erwachsen oft erheblich. Forscher machten für diesen Umstand bisher vor allem bekannte genetische Faktoren verantwortlich, die eine Schwäche des Skeletts begünstigen können.

Eine Studie des Kinderkrankenhauses in Philadelphia zeigt nun: Auch die körperliche Aktitvität hat einen wichtigen Einfluss auf die Stärke von Kinderknochen. Heranwachsende, die sich viel bewegen, neigen weniger zu Knochenbrüchen als inaktivere Kinder. Auch genetisch zu schwachen Knochen neigende Kinder profitieren von regelmäßigem Sporttreiben.


Positive Wirkung vor allem bei stark beanspruchenden Sportarten

Das Forscherteam erhob Daten von 918 Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren, deren Familien europäischen Ursprungs waren. Die Teilnehmer beantworteten Fragebögen zu ihrer körperlichen Aktivität während ihrer Kindheit. Zusätzlich maßen die Wissenschaftler die Knochendichten der Heranwachsenden und untersuchten ihre DNA auf 60 verschiedene Genvarianten, die die Knochendichte beeinflussen.

Kinder, die sich viel bewegten, wiesen durchweg stärkere Knochen auf als inaktivere Heranwachsende. Dieser Vorteil körperlicher Aktivität zeigte sich auch, wenn genetische Veranlagungen für geringere Knochendichten vorlagen. Zusätzlich fiel den Forschern auf, dass körperlich besonders stark beanspruchende Sportarten, die Sprints, Wendungen und Sprünge beinhalten, die Knochengesundheit besonders positiv beeinflussen.

Weitere Studien sollen nun zeigen, ob sich bei Heranwachsenden nicht-europäischen Ursprungs die gleichen Zusammenhänge zeigen. Ihre bisherigen Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Journal of Bone and Mineral Research".

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.06.16Zum AnfangZurück

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