Massage gegen untere Rückenscherzen

Chronische Schmerzen im Bereich des unteren Rückens sind oftmals schwer zu behandeln. US-Forscher finden heraus, dass Massage einen Beitrag zur Linderung der Schmerzen leistet.


Forscher: Massage bessert Rückenschmerzen bei 50 Prozent der Patienten

Rückenschmerzen sind verbreitet und fast jeder Erwachsene leidet zumindest einmal im Leben darunter. Werden die Schmerzen erst chronisch, ist es schwer, geeignete Maßnahmen zu finden, damit sich die Schmerzen verbessern. Etwa ein Drittel der Patienten mit unteren Rückenschmerzen entwickeln chronische Beschwerden. 15 Prozent leiden unter chronischen Schmerzen, die sie nachhaltig einschränken. Rückenschmerzen sind Hauptursache von Krankschreibungen und Berentungen.

Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass viele Patienten von einer Massagebehandlung profitieren könnten. In ihrer Studie berichteten mehr als 50 Prozent der rückenschmerzgeplagten Teilnehmer über klinisch relevante Besserungen ihrer Beschwerden nach der Massagetherapie. Die Ergebnisse rechtfertigen den Studienautoren zufolge, Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zu empfehlen, einen Versuch mit Massage zu unternehmen.
 

Längere Massagebehandlung könnte sich auszahlen

In der zugrunde liegenden Studie waren Patienten Studienteilnehmer, denen ihr Arzt eine Massagebehandlung verschrieben hatte. Es handelte sich nicht um die sonst üblichen Studienbedingungen. Die Patienten erhielten zehn Behandlungen umsonst, für die US-Amerikaner normalerweise selbst bezahlen müssen, da Massagebehandlungen nicht von Versicherungen getragen werden. Die Studienteilnehmer erhielten die Behandlung in einer klinischen Umgebung. So sollte die Situation in der realen Welt möglichst exakt nachempfunden werden.

Da Menschen Massagetherapien selbst bezahlen müssen, fragten sie sich oftmals, ob es das wert sei, so die Forscher. Ob sich längere Behandlungen auszahlen, ob mit Massagebehandlungen möglicherweise Operationen vermieden werden könnten und viele andere Fragen müssten noch beantwortet werden. Möglicherweise liefert die Studie noch einige Daten dazu. Die Ergebnisse der Untersuchung publizierten die Forscher im Fachjournal "Pain Medicine".

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.04.17Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: