Lepra

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Wissen zu Lepra

Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit des gesamten menschlichen Organismus. Verursacher ist ein Bakterium, das innerhalb von Körperzellen wie ein Parasit lebt.
Der Körper reagiert mit der Ausbildung von Gewebeknoten, in deren Fresszellen sich oft zahlreiche Mykobakterien finden. Der erkrankte Mensch ist das einzige Erregerreservoir.
Die Lepra ist in den sozial entwickelten Ländern eine Seltenheit, kommt jedoch häufig in den Ländern der dritten Welt vor. Die Zahl wird auf zwölf Millionen geschätzt.
Die Infektion erfolgt ausschließlich durch den Kontakt mit einem erkrankten Menschen.
Die Zeit vom Kontakt mit dem Erkrankten bis zum Ausbruch der Erkrankung kann, mit einem Monat bis zu 30 Jahren, extrem variieren. Die Erregerübertragung findet über Haut oder Schleimhaut durch direkten Kontakt mit dem Erkrankten statt. Voraussetzung sind in der Regel aber ein längerer Kontakt und schlechte hygienische Bedingungen.
Die Wahrscheinlichkeit, im weiteren Infektionsverlauf Verlauf Lepra zu entwickeln, ist sehr gering. Daher wird angenommen, daß es sich bei den Erkrankenden um Menschen mit Schäden ihres Immunsystems handelt.

Diagnose zu Lepra

Die Lepra zeigt sich vor allem an der Haut und an den Schleimhäuten, den Nerven des Körperstammes, sowie an Armen und Beinen.

Es werden zwei Verlaufsformen unterschieden:
  • Die tuberkuloide Lepra ist die gutartige, nicht fortschreitende Verlaufsform, die sich durch begrenzte, gerötete Hautflecken mit Verlust der normalen Hautpigmentierung auszeichnet. Diese Flecken sind am Körper meist einseitig und unregelmäßig angeordnet. In deren unmittelbarer Nachbarschaft sind schmerzhaft verhärtete Nervenstränge tastbar. Häufig sind die Oberflächen sehr empfidlich. Innere Organe werden nicht befallen.
  • Die lepromatöse Lepra ist die bösartige, fortschreitend zerstörende Form, mit der Ausbildung von Hautknoten sowie Nervenverdickungen. Befallen werden neben Haut, Schleim-häuten und berührungsempfindlichen Nerven auch innere Organe wie Leber, Milz oder Hoden. Charakteristisch ist der starke Befall von Gesichtshaut, Nase und Ohren - genannt Löwengesicht - mit chronischem Schnupfen und Nasenbluten. Der Befall des Körperstammes und der Arme und Beine erfolgt meist symmetrisch.

Behandlung zu Lepra

Die Lepra wird mit einer Kombination von Antibiotika behandelt. Die Einnahme erfolgt bei der tuberkuloiden Form über mindestens ein halbes Jahr.
Die zur Verfügung stehenden Medikamente Dapson, Rifampicin und Clofazimin stellen die empfohlene Standardtherapie gegen die erregerreiche Form der Lepra, die über mindestens zwölf Monate eingenommen werden sollte.
Falls es bei der therapeutischen Behandlung zur Ausbildung von knotigen Hautveränderungen kommt, ist eine Verlängerung der Therapie mit Clofazimin erforderlich, sofern Kortisonpräparate alleine nicht ausreichen oder nicht angewendet werden dürfen. Bei konsequenter Durchführung der langwierigen Behandlung bestehen gute Heilungschancen.
Ergänzend zur Medikamentengabe kommt die Wundversorgung hinzu, sowie die Bewegungstherapie zur Vermeidung von Einsteifungen der nervengeschädigten Arme und Beine.

Links zu Lepra

Lepra-Mission
Kueferstrasse 12
73728 Esslingen
Tel: 0711 - 353 073
http://www.lepramission.de/lepra-was-ist-das

Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
http://www.rki.de/Lepra
Autor: Schmitt, Sabine03.08.2014

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