Schuppen

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Wissen zu Schuppen - Klebende Zellen

Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die abgestoßen werden. Da sich die Haut ständig erneuert, bildet jeder Mensch Schuppen. Sie sind meist aber so klein, dass man sie gar nicht sieht. Erst wenn der Verhornungsprozess der Haut sehr schnell verläuft, verklumpen die alten Hautzellen und werden sichtbar. Schuppenbildung betrifft häufig die Kopfhaut, kann aber auch sporadisch ohne besondere Ursache oder im Rahmen von Krankheiten an anderen Körperstellen auftreten. Männer neigen eher zur Schuppenbildung als Frauen, da ihre Haut mehr Talg produziert. Auch in der Pubertät ist die Schuppenbildung oft vermehrt.

Ursachen

Schuppen lassen sich unterscheiden in
  • trockene Schuppen und
  • fettige Schuppen.
Trockene Schuppen etwa auf dem behaarten Kopf sind gleichmäßig verteilt. Sie sind Zeichen der trockenen Haut etwa durch Hitze (Wetter, Föhn oder heißes Wasser). Sie kommen jedoch auch bei verschiedenen Krankheiten wie Allergien (Neurodermitis oder atopischen Erkrankungen) oder Schuppenflechte (Psoriasis) vor. Bei fettigen Schuppen mit einer übermäßigen Talgproduktion steckt häufig eine Pilzinfektion dahinter.

Diagnose zu Schuppen - Klebende Zellen

Wer unter Schuppen leidet, sollte sich nicht scheuen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Hautdiagnose ist oft bereits anhand der Hautoptik möglich. Bei zusätzlichem Haarausfall kann durch Untersuchung der Haarwurzeln festgestellt werden, woher der vermehrte Haarverlust rührt. Auch kann eine zugrundeliegenede allergische Erkrankung wie Neurodermitis oder eine Schuppenflechte (Psoriasis) erkannt werden.

Symptome

Auf dem Kopf, im Haar oder an anderen Hautstellen, etwa im Gesicht, befinden sich sichtbare Schuppen. Kopfschuppen rieseln auf die Kleidung.

Daneben sind Beschwerden möglich wie:
  • Juckreiz mit folgendem Kratzen und Hautrötung
  • Entzündungen (häufig durch Kratzen) und Infektionen mit nässenden Hautstellen und Krustenbildung

Behandlung zu Schuppen - Klebende Zellen

Trockene Schuppen enstehen meist auf trockener Haut. Helfen können milde Shampoos, die nicht so stark entfetten. Fettige Schuppen erfordern dagegen eher entfettende Shampoos.
Ist die Haut entzündet oder verkrustet, kann Salicylsäure die Krusten ablösen, damit Medikamentenzubereitungen, Tinkturen oder Pflegeprodukte besser wirken können. Bei stärkeren Entzündungen hilft entzündungshemmendes Kortison, dass lokal aufgetragen wird. Gegen eine zusätzliche Pilzerkrankung wirken spezielle Shampoos aus der Apotheke. Ist es zu Infektionen gekommen, kann die Anwendung von Antibiotika nötig sein.

Selbsthilfe zu Schuppen - Klebende Zellen

Gegen Schuppen helfen manchmal schon einfache Maßnahmen.

Bei trockener Haut mit Schuppenbildung sollte die Person die Haut:
  • vor intensiver Hitze wie Sonneneinstrahlung und Föhnen schützen,
  • Kratzen vermeiden,
  • Haarwäsche zweimal pro Woche mit einem milden Shampoo,
  • Shampoo gut ausspülen,
  • Kopfhaut mit Öl behandeln.

Bei Schuppenbildung auf fettiger Haut sollte:
  • Anti-Schuppen-Shampoos verwendet,
  • Haare zwei- bis dreimal pro Woche gewaschen,
  • seltener Kurpackungen oder -spülungen verwendet werden.

Links zu Schuppen - Klebende Zellen

Deutscher Psoriasis Bund .
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Tel: 040 - 22 33 990
Fax: 040 - 22 33 99 22
E-Mail: info@psoriasis-bund.de
http://www.psoriasis-bund.de/

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V. (PSOAG)
Schmitzweg 64
13437 Berlin
Tel und Fax: 030 - 612 830 90
E-Mail: info@psoriasis-selbsthilfe.org
http://www.psoriasis-selbsthilfe.org/

Psoriasis und Haut e. V. (P&H)
Untere Wiesenstr. 17
32120 Hiddenhausen
Tel: 05221 - 187 97 09
Fax: 05221 - 187 97 84
E-Mail: info@pso-und-haut.de
http://www.pso-und-haut.de/

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF)
Ubierstr. 20
40223 Düsseldorf
Tel: 0211 - 312 828
Fax: 0211 - 316 819
Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris

DermIS Dermatology Information System
Universitätsklinikum Heidelberg – Abteilung Klinische Sozialmedizin und
Universitätsklinikum Erlangen – Hautklinik
http://www.dermis.net/Psoriasis vulgaris
Autor: Hofmann, Julia14.12.2016

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