TV: Embolie durch Binge watching

Streaming-Dienste haben Hochkonjunktur und viele nutzen sie, um stundenlang Serien oder Filme zu sehen. Mediziner warnen: Langes Fernsehen ist mit der Gefahr einer Lungenembolie verbunden. 


Fernsehen: Pausen reduzieren Embolierisiko

Lange Fernsehzeiten am Tag sind mit ernstzunehmenden gesundheitlichen Risiken verbunden, so japanische Kardiologen. Wer täglich mehr als fünf Stunden mehr oder weniger reglos vor dem Fernseher verharrt, hat ein um 2,5-fach erhöhtes Risiko für eine tiefe Beinvenenthrombose oder Lungenembolie. Das zeigt eine große bevölkerungsbasierte Studie von Wissenschaftlern der Osaka University. Seit 1988 hatten sie die Daten zum Fernsehkonsum von gut 86.000 gesunden Einwohnern zwischen 40 und 79 Jahren aus 45 Gebieten in Japan erfasst und ausgewertet.

In der Beobachtungszeit von 19 Jahren kam es zu 79 Todesfällen aufgrund einer Lungenembolie. Mit der Dauer des Fernsehkonsums stieg dieses Risiko an. Mediziner empfehlen, nicht zu lange am Stück fernzusehen. Um das Thrombose- und Embolierisiko zu senken, sollte das Fernsehen in regelmäßigen Abständen unterbrochen werden, um sich zu bewegen. 

Die Studie wurde im Fachjournal "Circulation" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.08.16Zum AnfangZurück

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