Langes Leben: Nicht auf Kosten der Gesundheit

100 Jahre alt zu werden, davon träumen die meisten. Aber nicht auf Kosten der Gesundheit, oder? Tatsächlich sind die meisten der Hochbetagten länger gesund als andere und Krankheiten treten später auf, zeigen Wissenschaftler aus New York.


Menschen werden immer älter

Ein außergewöhnlich langes Leben bedeutet nicht automatisch, dass auch mehr Jahre krank oder hilflos verbracht werden. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher im "Journal of the Geriatrics Society". Hochbetagte scheinen die geschenkten Jahre sogar in guter Gesundheit zu verbringen. Darauf weisen die Daten von Hundertjährigen oder fast so alten Senioren hin, die an zwei Studien zur Untersuchung der Langlebigkeit teilgenommen hatten. Im Gegenteil: Die meisten Senioren, die ein biblisches Alter erreichen, sind bis zuletzt gesund und können aktiv am Leben teilhaben, heißt es in der Studie. 

Dabei werden die Menschen immer älter: 1990 wurden nur 2,9 von 10.000 Senioren über 65 Jahre 100 Jahre alt oder älter. 2015 waren das schon 7,4 und nach Prognosen sind es im Jahr 2050 23,6 Hochbetagte von 10.000 Senioren. 


Hochbetagte werden oftmals erst in hohem Alter krank

Der Vergleich der Daten von Hochbetagten mit denen jüngerer Senioren zeigte, dass Menschen mit sehr hohem Alter erst später häufig vorkommende Erkrankungen wie Krebs, Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Bluthochdruck oder Osteoporose entwickeln als Senioren, die nicht so alt werden. Krebs ereilte 20 Prozent der männlichen Hochbetagten zum Beispiel erst im Alter von 95 Jahren, Frauen mit 97 Jahren. 

Die Studienteilnehmer unterschieden sich hinsichtlich erblicher, kultureller und sozialer Faktoren, sodass die Wissenschaftler davon ausgehen, dieses Ergebnis sei auf verschiedene Bevölkerungen übertragbar. Die Ergebnisse räumen mit der Idee auf, sehr alte Menschen wären eine größere Last, so die Forscher. Denn die meisten sehr lang lebenden Menschen verbrächten ihr Leben in Gesundheit. Krankheitsperioden wären oft kurz und kämen nicht selten sogar erst in den letzten Lebensmonaten oder -wochen vor.

Quelle: Dr. Julia Hofmann18.07.16Zum AnfangZurück

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