Kinder: Frühstück als Schutz vor Zuckerkrankheit?

Regelmäßiges Frühstück, am besten mit vielen Ballaststoffen, gewährleistet Kindern den besten Start in den Tag. Fehlendes Frühstück hat offenbar auch gesundheitliche Konsequenzen, denn Kinder ohne Frühstück sind gefährdeter, eine Zuckerkrankheit zu entwickeln.

 

 

Sechs Prozent der Kinder gehen ohne Frühstück zur Schule

 

Es lohnt sich, Kinder zu einem ausgewogenen Frühstück mit vielen Ballaststoffen zu bewegen, zeigt eine Untersuchung britischer Wissenschaftler. Denn dieses verbessert Stoffwechselwerte wie den Blutzucker und die Insulinwerte. Insulin ist ein in der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, dass dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Gewebe gelangt, um dort die benötigte Energie zu liefern. Ist der Zuckerstoffwechsel gestört, etwa weil die Körperzellen nicht ausreichend auf Insulin reagieren, spricht man von einer Insulinresistenz. Langfristig kann die Insulinresistenz in eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) münden.

 

Forscher der St. George's Universität in London hatten über 4.000 Kinder zwischen neun und zehn Jahren untersucht und deren Blutproben analysiert. 74 Prozent der Kinder frühstückten regelmäßig, sechs Prozent aber verzichteten regelmäßig auf diese Mahlzeit.

 

 

Frühstück als Vorbeugung von Diabetes mellitus

 

Mehrere Messwerte waren bei Kindern ohne Frühstück beeinträchtigt und dies in Abhängigkeit von der Häufigkeit des Frühstücks. Kinder ohne Frühstück wiesen häufiger eine Insulinresistenz, erhöhte Blutzuckerwerte sowie einen erhöhten HbA1c-Wert auf. Der HbA1c-Wert lässt eine Abschätzung der Höhe des Blutzuckers der letzten Wochen zu und zeigt deshalb die durchschnittliche Lage des Zuckerstoffwechsels an. Auch der Harnsäurespiegel der Kinder ohne Frühstück war höher als der von frühstückenden Kindern. Der Wert ist ein Maß für die Nierenfunktion.

 

Zudem wiesen Kinder ohne Frühstück eine erhöhte Fettmasse auf, obwohl sie durchschnittlich weniger Kalorien pro Tag aufnahmen als Kinder, die frühstückten. Möglicherweise wählen Kinder, die kein Frühstück erhalten, im Laufe des Tages Lebensmittel, die besonders hochkalorisch und fettreich sind. Am besten schnitten Kinder mit einem ballaststoffreichen Frühstück ab.

 

Das richtige Frühstück für Kinder könnte helfen, der Entwicklung einer Insulinresistenz und einer Diabeteserkrankung vorzubeugen, so die Wissenschaftler im Journal "PLoS Medicine".

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.02.15Zum AnfangZurück

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