Gegen Schwangerschaftsdiabetes antrainieren

Immer mehr Frauen erhalten in der Schwangerschaft die Diagnose einer Diabeteserkrankung. Sport könnte die Entwicklung der Stoffwechselstörung bei übergewichtigen schwangeren Frauen verhindern, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Auch der Blutdruck bleibt im gesunden Rahmen.


Laufband und Krafttraining gegen Diabetes

Die Zunahme von Gewichtsproblemen schlägt sich bei Frauen immer häufiger auch in der Schwangerschaft nieder. Sie tragen ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, eine starke Gewichtszunahme und mehr. Durch diese Erkrankungen werden oftmals Kaiserschnitte nötig und die geborenen Babys sind zu groß. Das kann sich langfristig auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken.

Wie sich regelmäßiger Sport in der Schwangerschaft bei übergewichtigen Frauen auswirkt, untersuchten Wissenschaftler aus Trondheim in Norwegen. Von 91 Frauen machte die Hälfte nach dem Zufallsprinzip entweder Sport oder bewegte sich nicht.

Nur zwei Frauen in der Sportgruppe entwickelten einen Schwangerschaftsdiabetes, während in der anderen Gruppe neun Frauen erkrankten. Frauen, die regelmäßig Sport trieben, wiesen gegen Ende der Schwangerschaft auch einen niedrigeren Blutdruck auf.

Es sei wichtig, Schwangerschaftskomplikationen aufgrund von Übergewicht zu reduzieren, so die Studienautoren in "PLOS Medicine". Zudem scheint die Menge des Sportes, der nötig ist, nicht all zu hoch zu sein. Die Frauen in der Untersuchung trieben dreimal pro Woche eine Stunde lang Sport. 35 Minuten davon bestanden aus einem Laufbandtraining moderater Intensität und 25 Minuten aus Krafttraining.


Auch weniger Bewegung ist nützlich

Die Intensität des Trainings war nach Angaben nicht sehr hoch und viele Frauen nahmen auch nicht an jedem Training teil. Auch nur wenig Sport könnte der werdenden Mutter und dem Kind zugutekommen, so die Wissenschaftler. 

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Verwertung von Zucker nur eingeschränkt möglich ist. In der Folge ist der Blutzucker erhöht. Zunächst wird versucht, den Blutzucker mithilfe einer Diät bzw. Ernährungsumstellung in den Griff zu bekommen.  Führt das nicht zu einem ausreichenden Erfolg, ist eine Insulintherapie nötig.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.08.16Zum AnfangZurück

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