Zahngesundheit beeinflusst Herzrisiko

Zahnfleischentzündungen - Zahnärzte sprechen von Parodontitis - erhöhen das Risiko von Herzerkrankungen. Dafür ist ein bestimmter Keim verantwortlich zu machen, fanden schwedische Forscher heraus. Der Schutz vor der Zahnfleischerkrankung sowie deren Behandlung haben hinsichtlich der Herzgesundheit eine große Bedeutung.

 

 

Mundbakterium auch in Herzgefäßen nachweisbar

 

Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnfleisches und Zahnhalteapparates. Entzündungen des Gewebes um den Zahn herum sind auf Bakterien zurückzuführen. Chronische Entzündungen in diesem Bereich sind nicht lokal begrenzt, wie viele vielleicht denken. Ein bestimmter Keim, der für die Entzündungen im Mund eine Rolle spielt, ließ sich nämlich auch in Ablagerungen der Herzkranzgefäße nachweisen. Das Bakterium namens Porphyromonas gingivalis verursacht und verschlimmert die Gefäßverkalkung in den Herzkranzgefäßen und der Hauptschlagader, so Wissenschaftler der Örebro Universität in Schweden.

 

 

Regelmäßig zum Zahnarzt gehen!

 

Die Klärung des genauen Zusammenhanges zwischen Zahnfleischerkrankungen und Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt ist bedeutsam. Die Forscher hoffen, Biomarker zu finden, die eine frühe Diagnose der Erkrankungen erlaubt.

 

Der Zusammenhang verdeutlicht auch, wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind. Er kann Entzündungen am Zahnfleisch frühzeitig erkennen und behandeln, damit es zu keinen chronischen Entzündungen kommt. Diese sind häufig auch Ursache von lockeren Zähnen und Zahnverlust. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.09.15Zum AnfangZurück

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