Wechseljahre: Beschwerden dauern an

In den Wechseljahren leiden viele Frauen unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Fast 7,5 Jahre beträgt die durchschnittliche Beschwerdedauer. Ethnische Herkunft und Beginn der Wechseljahre haben einen Einfluss, so das Ergebnis einer im Amerikanischen Ärzteblatt veröffentlichten Studie.

 

 

Symptome vor Ausbleiben der Blutung deuten auf lange Beschwerdedauer hin

 

Erstmalig bestimmten Forscher die Dauer von Wechseljahresbeschwerden bei über 3300 Frauen aus sieben Städten in den USA. Die Betroffenen wurden in 17 Jahren ganze 13 Mal nach ihren Symptomen befragt. Das Ergebnis über das Ausmaß und die Dauer der Beschwerden ist überraschend und zeigt, dass betroffene Frauen oft über lange Zeit beeinträchtigt sind und ihre Lebensqualität langfristig beeinträchtigt sein kann.

 

Allerdings spielen die ethnische Herkunft und der Beginn der Wechseljahresbeschwerden eine große Rolle. Betroffene Afroamerikanerinnen litten durchschnittlich gut zehn Jahre lang unter den Beschwerden, Frauen mit lateinamerikanischer Herkunft knapp neun Jahre, weiße Amerikanerinnen mit europäischer Herkunft 6,5 Jahre und Chinesinnen 5,4 Jahre. Die kürzeste Beschwerdedauer wiesen Japanerinnen mit nur 4,8 Jahren auf.

Traten die Beschwerden bereits vor Ausbleiben der letzten Regelblutung auf, hatten betroffene Frauen im Durchschnitt fast 11,5 Jahre mit den Symptomen zu kämpfen. Bei Beginn der Beschwerden nach der letzten Monatsblutung betrug die Beschwerdedauer nur knapp 3,5 Jahre.

 

 

Welche Therapien sind geeignet?

 

Eine von fünf Frauen, die an der Studie teilnahmen, hatten keinerlei Hitzewallungen oder Schweißausbrüche. Besonders nächtliche Schweißausbrüche sorgen nicht selten für Unterbrechungen des Schlafes. Die Folge sind Tagesmüdigkeit und Probleme beim Erledigen täglicher Aufgaben und Aktivitäten.

 

Eine adäquate Therapie der langfristigen Beschwerden ist schwierig, zumal Hormonersatztherapien nicht zu lange gegeben werden sollten, denn sie stehen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Verbindung. Die Forscher empfehlen alternative Behandlungen wie Akupunktur und Yoga, die zumindest einigen Frauen helfen. Auch eine Reduktion des Kaffee- und Alkoholkonsums, von heißen Getränken, scharfen Speisen und eine Kühlung des Schlafzimmers können hilfreich sein.

 

Bei der Einnahme pflanzlicher Präparate gilt zu bedenken, dass mit Medikamenten Wechselwirkungen auftreten können. Deshalb sollte die Einnahme immer mit dem Arzt abgesprochen sein.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.02.15Zum AnfangZurück

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