Veränderte Schlafmuster bei Herzschwäche

Chronische Herzschwäche beeinflusst nicht nur die Leistungsfähigkeit am Tag sonder auch den Schlaf, zeigt eine aktuelle Studie. Demnach haben Betroffene vor allem einen verminderten Leichtschlaf. Diese Schlafphasen sind auch bekannt unter dem Namen REM ((Rapid Eye Movement)-Phasen.

 

Diagnose im Schlaflabor

In der Studie untersuchten Forscher der Klinik Oeynhausen den Schlaf von 350 Patienten mit Herzinsuffizienz des linken Herzens und 350 Personen ohne Herzerkrankung mittels Polysomnografie. Die Poysomnografie ist eine umfassende Untersuchung des Schlafs, in der viele physiologische Parameter gemessen werden. Die meist im Schlaflabor durchgeführte Untersuchung dient der Diagnose von Schlafstörungen und nächtlichen Atemstörungen.

 

Gleiche Gesamtschlafzeit, anderes Schlafmuster

Unterschiede zwischen Herzkranken und Gesunden in den Schlafphasen waren vor allen Dingen im Hinblick auf die Leichtschlafphasen relevant. Die Gesamtschlafzeit war dagegen nicht verschieden. Untersuchungen zu Begleiterkrankungen wie schlafbezogene Atemstörungen (Schlafapnoe) oder andere Erkrankungen stehen noch aus und fanden im vorliegenden Ergebnis noch keine Berücksichtigung.

 

Die Leichtschlaf- oder REM-Phasen machen über 50 Prozent des Gesamtschlafes aus und sind unter anderem durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet. Auch sind Blutdruck und Puls höher als in Tiefschlafphasen. Wahrscheinlich kommen in Leichtschlafphasen auch vermehrt Träume vor. Die Phasen dienen wahrscheinlich der Festigung von Gedächtnisinhalten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.10.14Zum AnfangZurück

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