Väterliches Übergewicht steigert Brustkrebsrisiko

Mütterliche Ernährung und Übergewicht in der Schwangerschaft steigern das Brustkrebsrisiko der Töchter, zeigen Studien. Dass das auch für Übergewicht bei werdenden Vätern gilt, ist eine neue Erkenntnis aus einer US-Studie.


Übergewicht der Eltern kann Brustkrebsrisiko der Kinder erhöhen

Brustkrebs ist die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Frauen. Verschiedene Genveränderungen können das Krankheitsrisiko erhöhen. Fünf bis zehn Prozent dieser Veränderungen des Erbgutes sind vererbt.

Nach aktueller Studienlage können die Lebensstilfaktoren werdender Mütter zu Genmutationen führen, die an den Nachwuchs weitergegeben werden. Insbesondere mütterliches Übergewicht steht im Zusammenhang mit einem möglicherweise erhöhten Brustkrebsrisiko der Nachkommen.

Dass auch Übergewicht der Väter hinsichtlich des Brustkrebsrisikos folgender Generationen bedeutsam ist, ist das Ergebnis einer Studie von Sonia de Assis und Mitarbeitern des Department oft Oncology at Georgetown Lombardi Comprehensive Center in Washington, D.C..Ergebnisse wurden im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlicht.


Versuche an Mäusen ergeben Erbgutveränderungen

Die Wissenschaftler hatten männliche Mäuse entweder normal ernährt oder ihnen eine Ernährung verabreicht, die zu Übergewicht führte. Anschließend untersuchten sie das Brustgewebe des Nachwuchses. Nachkommen übergewichtiger Väter zeigten ein verzögertes Brustwachstum und entwickelten wahrscheinlicher Brustkrebs.

Die Analyse der Spermien übergewichtiger Väter ergab Veränderungen, die sich auch im Brustgewebe der weiblichen Nachkommen fanden. Zudem wiesen die Töchter bei der Geburt ein leicht erhöhtes Gewicht auf.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Sie empfehlen jedoch werdenden Müttern und Vätern eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Körpergewicht. Auch auf den Lebensstil sollten sie achten, nicht nur, um selbst gesund zu bleiben, sondern auch, um gesunde Nachkommen  zu haben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.07.16Zum AnfangZurück

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