Schwangerschaft: Großes Kind durch Diabetes

Schwangere Frauen bestimmen das Wachstums ihres Babys im Bauch maßgeblich mit. Babys von Müttern mit Übergewicht und Gestationsdiabetes sind besonders groß. Das macht sich nach zwei Dritteln der Schwangerschaft deutlich bemerkbar.


Vorsorge: Schwangerschaftsscreening auf Diabetes

Die Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes) ist mit die häufigste Erkrankung, die Frauen während der Schwangerschaft entwickeln. Übergewicht erhöht das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes bedeutend. In den USA sind schätzungsweise sieben bis 18 Prozent der Schwangerschaften betroffen. Die Stoffwechselstörung betrifft nicht nur die Gesundheit der Mutter, sondern auch das Wachstums des ungeborenen Kindes. Ist der Blutzucker des Kindes im Mutterleib erhöht, führt diese zu einem übermäßigen Wachstum. Das Kind ist bei der Geburt größer und schwerer, was auch im weiteren Leben zu einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Diabetes führt.

Die Diabeteserkrankung lässt sich in der Schwangerschaft oftmals durch die Ernährung und Bewegung kontrollieren, es stehen aber auch medikamentöse Behandlungen zur Verfügung. Um der Stoffwechselstörung auf die Spur zu kommen, ist in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche ein Screening vorgesehen, für das die Gesetzlichen Krankenkassen aufkommen. Schwangere Frauen unterziehen sich einem Glucosetoleranztest. 


Bei Diabetes sind Kinder früh zu groß

Wissenschaftler der University of Cambrigde untersuchten nun die Daten von mehr als 4.000 Frauen der "Pregnancy Outcome Prediction"-Studie. Die Frauen waren das erste Mal schwanger. Ultraschalluntersuchungen zwischen der 20. und 28. Schwangerschaftswoche ergaben ein exzessives Wachstum von Kindern, bei deren Müttern sich später Schwangerschaftsdiabetes diagnostizieren ließ. Die Kinder waren also schon zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft größer als Kinder gesunder Frauen. Das Risiko eines zu starken Wachstums war fünffach erhöht. "Das Wachstum von Kindern im Mutterleib ist wahrscheinlich bereits vor der Diagnose des Schwangerschaftsdiabetes vermehrt", so die Forscher in der Fachzeitschrift "Diabetes Care".

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.04.16Zum AnfangZurück

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