Schlafprobleme bei Jugendlichen: Hinweis auf Drogenproblem?

Schlechter Schlaf kommt bei Jugendlichen häufiger vor. Einschlafprobleme oder nicht erholsamer Schlaf können laut US-Forschern aber auch auf spätere Alkohol- oder Drogenprobleme sowie andere riskante Verhaltensweisen hinweisen.  

 

 

Schlafprobleme und Schlafmangel mit riskantem Verhalten verbunden

 

Nach Umfragen haben 27 Prozent der Schulkinder und 45 Prozent der Heranwachsenden einen Schlafmangel. Andere Untersuchungen zeigen, dass einer von zehn Jugendlichen über längere Zeit annähernd täglich Einschlaf- oder Durchschlafprobleme aufweist. Chronische Übermüdung kann bei allen Altersklassen zu Problemen führen, ergaben Studien mit Erwachsenen und Kindern.

 

Maria Wong und Mitarbeiter der Idaho State University untersuchten Daten aus Interviews und Fragebögen von über 6.500 Jugendlichen, die an der "National Longitudinal Study of Adolescent Health" teilgenommen hatten.

 

Demnach sagten Schlafprobleme mit Alkoholkonsum verbundene Probleme der Betroffenen voraus, darunter exzessiver Alkoholkonsum (Binge-Drinking), Betrunkenheit, Autofahren unter Alkoholeinfluss, riskantes Sexualverhalten und das Einnehmen anderer Drogen. Damit verbunden sind waghalsiges Fahren, Autounfälle und Verletzungen. Auch sexuell übertragbare Erkrankungen und ungewollte Schwangerschaften sind eine drohende Gefahr.

 

 

Guter Schlaf ist für die Gesamtentwicklung wichtig

 

Den Studienergebnissen zufolge sind Schlafprobleme unter Jugendlichen vergleichbar häufig wie unter Erwachsenen. Eltern sollten die Schlafgewohnheiten und Schlafmuster ihrer Kinder kennen und verstehen. Es ist wichtig, darüber mit den Kindern zu sprechen und herauszufinden, welche Faktoren für die Schlafstörung verantwortlich sein könnten. Eltern können ihren Kindern auch die große Bedeutung von Schlaf näherbringen. Denn Schlaf ist für die Hirnentwicklung und -reifung sehr wichtig. Zudem können sie ihnen klare Regeln vorgeben, welche Aktivitäten vor dem Schlafengehen erlaubt oder nicht erlaubt sind und wann Schlafenszeit ist. Ungünstig sind abendliche Videospiele, Computersitzungen, Gameboy-Spiele und ähnliches.

 

Ist das Problem nicht lösbar, kann eine Unterstützung durch Ärzte oder Psychologen sinnvoll sein. Die Studie wurde im Journal "Alcoholism: Clinical & Experimental Research" veröffentlicht. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.01.15Zum AnfangZurück

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