Schlafmangel erhöht Unfallrisiko

Bereits das Fehlen von ein bis zwei Stunden Schlaf lässt das Unfallrisiko von Autofahrern deutlich ansteigen. Noch höher fällt dieses Risiko aus, wenn weniger als vier Stunden geschlafen werden, zeigt eine US-Untersuchung.


Sieben Stunden Schlaf sind empfohlen

Die AAA Foundation for Traffic Safety veröffentichte einen Bericht, der zeigt, dass das Unfallrisiko von Verkehrsteilnehmern sich verdoppelt, wenn diese innerhalb von 24 Stunden nur ein oder zwei Stunden zu wenig Schlaf erhalten haben. Weniger als 24 Stunden Schlaf macht einen Unfall demnach elfmal wahrscheinlicher. Wer den Forschern zufolge weniger als die empfohlenen sieben Stunden pro Nacht schläft, geht unter Umständen ein tödliches Risiko ein.

Schlafmangel führt zu Schläfrigkeit und einer reduzierten Konzentrationsfähigkeit. Liegt die Aufmerksamkeit nicht auf der Straße und ist die Reaktionsfähigkeit herabgesetzt, beeinträchtigt das die Fähigkeit zu richtigen Entscheidungen. Obwohl sich ein Großteil der Menschen der Gefahr bewusst sei, so die Wissenschaftler, sei einer von drei Autofahrern bereits übermüdet gefahren. Dies zeigt eine frühere Untersuchung. Einer von 25 berichtete sogar, während des Fahrens schon einmal eingeschlafen zu sein.

Laut den US-Centers for Disease Control and Prevention war Müdigkeit 2013 für 72.000 Unfälle, 44.000 Verletzungen und 800 Todesfälle verantwortlich. In der aktuellen Studie untersuchten Wissenchaftler nun, in welchem Ausmaß Schlafmangel das Unfallrisiko beeinflusst.


Mit dem Schlafmangel steigt die Unfallgefahr

Zugrunde lagen die Daten von mehr als 7.200 Autofahrern, die zwischen 2005 und 2007 in über 4.700 Unfälle verwickelt waren. Die Forscher hatten Angaben zu ihrem Schlaf 24 Stunden vor dem Unfall und auch zu kurzen Schläfchen von mindestens 30 Minuten Dauer gemacht.

Demnach hatten Autofahrer mit sechs bis sieben Stunden Schlaf im Vergleich zu jenen, die sieben Stunden lang geschlafen hatten, 1,3 mal wahrscheinlicher einen Unfall. Wer fünf bis sechs Stunden in 24 Stunden schlief, verunfallte 1,9 mal wahrscheinlicher und vier bis fünf Stunden Schlaf machten einen Unfall 4,3 mal wahrscheinlicher. Weniger als vier Stunden Schlaf steigerten das Unfallrisiko um das 11,5fache. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.12.16Zum AnfangZurück

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