Risikofaktoren für akute Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden und die meisten Menschen leiden zumindest zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben darunter. Beeinflussbare körperliche und psychosoziale Trigger können mitverantwortlich sein, so Wissenschaftler aus Sydney.

 

 

Verschiedenste Faktoren tragen zu Rückenschmerzen bei

 

Forscher der University of Sydney identifizierten in einer Studie Trigger von akuten Rückenschmerzen. Diese sind Schmerzen von zeitlich begrenzter Schmerzdauer. Oftmals kommen und gehen die Schmerzen. Chronische Rückenschmerzen bestehen dagegen über längere Zeiträume. Trigger sind Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Schmerzentstehung erhöhen und diese auch unterhalten können. 

 

In der in "Arthritis Care & Research" veröffentlichten Studie erwiesen sich  Armarbeiten und unphysiologische Körperhaltungen als Triggerfaktoren, die die Wahrscheinlichkeit für akute Rückenschmerzen achtfach erhöhen. Auch Müdigkeit und Abgelenktheit sind den Ergebnissen zufolge Faktoren, die akute Rückenschmerzen triggern können.

 

In der zugrunde liegenden Untersuchung untersuchten die Wissenschaftler 1.000 Patienten, die aufgrund akuter Rückenschmerzen eine Klinik in Sydney aufgesucht hatten. Sie wurden gezielt nach 12 körperlichen oder psychosozialen Faktoren befragt, die sie in den vier Tagen vor Beginn der Rückenschmerzen erfahren hatten.

 

 

Faktoren lassen sich oftmals beeinflussen

 

Zwischen verschiedenen Faktoren und dem Auftreten der Rückenschmerzen bestand ein statistisch relevanter Zusammenhang. Dabei zeigte sich eine Erhöhung von Wahrscheinlichkeiten von dreifach bei moderater oder starker körperlicher Aktivität bis 25-fach bei Ablenkungen während einer Aktivität.

 

Auch das Alter spielte eine Rolle, wenn es zum Beispiel um das Tragen schwerer Lasten ging. Jüngere Menschen trugen dabei ein größeres Risiko für folgende akute Rückenschmerzen als ältere.

 

Ein weiterer Befund, der bislang in keiner Studie erhoben wurde, ist, dass Rückenschmerzen bevorzugt zu bestimmten Tageszeiten auftreten, nämlich von sieben Uhr am Morgen bis Mittag.

 

Die Identifikation der Triggerfaktoren ist wichtig, denn solche Faktoren sind oftmals individuell beeinflussbar. Möglicherweise lassen sich aufgrund neuer Erkenntnisse auch wirksamere Präventionsprogramme entwickeln.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.02.15Zum AnfangZurück

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