Partnertod verursacht Herzrhythmusstörungen

Mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen, ist eine der größten Herausforderungen im Leben. Bis zu einem Jahr nach dem Verlust lassen sich Herzrythmusstörungen nachweisen, zeigen Wissenschaftler.


Studien: Partnerverlust erhöht Herz- und Schlaganfallrisiko

Es ist bekannt, dass sich der Verlust eines Partners kurzfristig auf die Herzgesundheit auswirken kann. Ein Studie aus dem Jahr 2014 im Amerikanischen Ärzteblatt ergab, dass sich in den ersten 30 Tagen nach dem Tod eines Partners das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verdoppelt. 

Bislang nicht in größeren Studien untersucht wurde, wie sich der Partnerverlust auf den Herzrhythmus auswirkt. Dies ist aber interessant, da Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern ein wichtiger Risikofaktor für einen Schlaganfall und eine Herzinsuffizienz sind. 

Diesem Zusammenhang gingen Simon Graff und Mitarbeiter der Aarhus Universität in Dänemark auf den Grund. Sie untersuchten, ob der Tod eines Partners das Risiko von Vorhofflimmern beeinflusst, Dazu analysierten sie die Daten von über 88.000 Personen, bei denen Vorhofflimmern neu diagnostiziert worden war und verglichen sie mit einer Gruppe gesunder Kontrollpersonen.


Herzrisiko von Gesunden erst ein Jahr nach dem Tod des Partners

Im Vergleich zu Studienteilnehmern, die keinen Partnerverlust erlitten hatten, weisen jene mit Partnerverlust innerhalb der folgenden 30 Tage ein um 41 Prozent erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern auf. Besonders hoch war das Risiko der Herzrhythmusstörung innerhalb der ersten acht bis 14 Tage nach dem Tod des Partners. Erst nach einem Jahr glich sich das Risiko für die Herzerkrankung dem von Menschen an, die ihren Partner nicht verloren hatten.

Der durch den Verlust des geliebten Menschen ausgelöste Stress erhöht das Risiko für das Auftreten von Herzvorhofflimmern, so die Wissenschaftler. Es ist wichtig, betroffene Menschen frühzeitig zu identifizieren und die Herzrhythmusstörung zu behandeln, um Folgeerkrankungen wie dem Schlaganfall vorzubeugen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.04.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: