Parodontitis setzt Zähnen und Herz zu

Die Parodontitis ist bei Erwachsenen der Hauptgrund für Zahnverlust. Doch die entzündliche Erkrankung ist eine Ganzkörpererkrankung, besonders das Herzkreislaufsystem ist belastet. Eine Behandlung tut auch dem Herzkreislaufsystem gut, wiesen Forscher aus Schleswig-Holstein und Würzburg nach.

 

 

Parodontitis: Entzündung nicht auf Mund beschränkt

 

Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, die zu einer teilweisen Zerstörung von Bindegewebe und Knochen führt. Die Zähne verlieren ihren Halt. Seit längerem ist bekannt, dass es sich um kein lokales Entzündungsgeschehen handelt, sondern der ganze Körper von der Erkrankung betroffen ist. Auslöser der Parodontitis sind Bakterien. Über 80 Prozent der Menschen über 35 Jahre leiden an einer Form der Zahnbetterkrankung.

 

Zahnärzte der Universität Würzburg und Herzspezialisten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein untersuchten nun Patienten mit chronischer aggressiver Parodontitis und stellten ihre Ergebnisse anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Hochdruckliga in Berlin vor.

 

 

Behandlung kommt Zähnen und Gefäßen zugute

 

Verglichen mit Kontrollpersonen ohne Parodontitis waren Parameter der Herzkreislauf- bzw. Gefäßfunktion von Patienten mit Parodontitis schlechter. Sie wiesen einen höheren zentralen Blutdruck auf und auch der Blutdruck in oberflächlichen Gefäßen war höher. Die Elastizität der Gefäße war geringer. All diese Faktoren begünstigen Erkrankungen des Herzkreislaufsystems.

 

Nach erfolgreicher zahnärztlicher Behandlung der Parodontitis mit oder ohne Einsatz von Antibiotika verbesserten sich auch die Kreislaufparameter. Auch Entzündungswerte im Blut fielen ab. Den Forschern zufolge reagierten sowohl kleine als auch große Blutgefäße auf eine erfolgreiche Therapie.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.01.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: