Lungenprobleme als Hinweis auf Asthma

Viele Eltern machen Erfahrungen mit Atemwegentzündungen ihrer kleinen Kinder. Die sogenannte Bronchiolitis erhöht das Risiko einer späteren Asthmaerkrankung, so finnische Wissenschaftler.

 

 

Virus oftmals für Entzündung der Bronchien verantwortlich

 

Die Bronchiolitis bezeichnet eine Entzündung der kleinsten Atemwege, die besonders häufig bei Säuglingen und Kleinkindern vorkommt. Im ersten Lebensjahr erleiden rund 30 Prozent der Kinder diese Art von Atemweginfektion, die so schwer sein kann, dass ein Krankenhausaufenthalt nötig wird. Verantwortlich ist oftmals das sogenannte Respiratory Syncytial Virus (RSV). Es gibt Hinweise darauf, dass die Bronchiolitis und Lungenentzündungen im Kleinkindalter mit anderen Atemwegerkrankungen wie Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen in Verbindung stehen.

 

Wissenschaftler der Universität von Ostfinnland belegen jetzt einen klaren Zusammenhang zwischen früher Atemwegerkrankung und Asthma bei Erwachsenen anhand der Daten von 127 Kindern, die im Alter von unter zwei Jahren an einer Bronchiolits und Lungenentzündung gelitten hatten. Nasenabstriche sicherten die zugrunde liegende Infektion der entzündlichen Erkrankungen. Die Langzeitbeobachtung zeigt, dass die Studienteilnehmer mit Bronchiolitis im Alter von 28 bis 31 Jahren zu über 30 Prozent an Asthma leiden. Teilnehmer mit Pneumonie in der frühen Kindheit waren zu neun Prozent betroffen. Eine Vergleichsgruppe ohne Lungenerkrankung in der Kindheit entwickelte zu elf Prozent Asthma.

 

 

Nach kindlicher Lungenerkrankung erhöhtes Asthmarisiko als Erwachsener

 

Demnach entwickeln die meisten Kinder, die Entzündungen der Atemwege im Sinne einer Bronchiolitis aufweisen, zwar im Erwachsenenalter kein Asthma. Jedoch ein nicht unerheblicher Teil, nämliche jene mit einer RSV-Infektion, trägt ein erhöhtes Asthmarisiko. Zudem ergab eine Untersuchung der Lebensqualität, dass auch diese Erwachsenen mit Bronchiolitis oder Lungenentzündung als Kind im späteren Alter eingeschränkt sind.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.11.15Zum AnfangZurück

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