Langes Sitzen macht krank

Über die Hälfte des Tages verbringen die meisten Menschen mit sitzender Tätigkeit. Dies ist mit erhöhten Krankheitsrisiken und einem verkürzten Leben verbunden, ergab eine Studienanalyse. Wichtig ist es deshalb, in den Alltag regelmäßige Bewegungseinheiten zu integrieren.

 

 

Stellenwert der körperlichen Aktivität unklar

 

Ob Computerarbeit, Sitzen im Hörsaal oder in Meetings, Schule, Fernsehen oder andere Tätigkeiten, die meiste Zeit des Tages verbringen wir sitzend. Regelmäßig Sport zu betreiben ist zwar wichtig, kann das mit dem Sitzen verbundene erhöhte Krankheitsrisiko von Herzkreislauferkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Krebs aber nicht vollständig aufheben, so das Ergebnis einer Studienanalyse von US-Forschern. Ergebnisse sind in den "Anals of Internal Medicine" publiziert.

 

In einer Metaanalyse hatten die Wissenschaftler Studien zum sitzenden Verhalten und Lebensstil geprüft. Demnach sind die negativen Auswirkungen der Sitzzeit auf die Gesundheit bei Menschen besonders ausgeprägt, wenn diese nicht körperlich aktiv sind. Unklar ist aber, wie viel körperliche Aktivität nötig ist, um die Risiken durch langes Sitzen aufzuheben und ob das überhaupt möglich ist.

 

 

Bewegungseinheiten integrieren

 

Deshalb empfehlen die Forscher, die Sitzzeit zu verringern und sich regelmäßig zu bewegen oder Sport zu treiben. Es reiche aber nicht aus, die ganze Zeit zu sitzen und 30 Minuten Sport am Tag zu treiben, so die Wissenschaftler. Es gilt Strategien zu entwickeln, um eine Sitzzeit von zwei bis drei Stunden an einem Zwölfstundentag zu erreichen.

 

Im ersten Schritt empfehlen die Forscher, die tägliche Sitzzeit zu überprüfen und in einem zweiten Schritt Verhaltensveränderungen einzuführen. Dabei sollen die gesteckten Ziele aber auch erreichbar sein. Konkret könnte ein Mensch mit vornehmlicher Computerarbeit beispielsweise dafür sorgen, dass er halbstündlich aufsteht und sich ein bis drei Minuten lang bewegt. Während des Fernsehens lassen sich ebenfalls zum Beispiel in den Werbepausen Bewegungseinheiten integrieren.

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.01.15Zum AnfangZurück

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