Krebs: Kraftraining gegen Erschöpfung

Krebspatienten profitieren von Krafttraining ab Beginn der Behandlung. Mit dem Training lassen sich starke Müdigkeit und Erschöpfung als bekannte Begleiterscheinung der Krebserkrankung senken sowie die Lebensqualität steigern, so Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universität Heidelberg.

Müdigkeit und Erschöpfing sind eine bekannte, viele Patienten sehr belastende Begleiterscheinung von Krebserkrankungen. Das Fatigue genannte Symptom kann die Lebensqualität auch Jahre nach überstandener Krebserkrankung stark beeinträchtigen.

 

Krafttraining:  Mehr Wohlbefinden und Fitness, weniger Müdigkeit

In der Studie wurden an 160 Brustkrebspatientinnen die Auswirkungen eines zwölfwöchigen Krafttrainings im Vergleich zu einer Entspannungstherapie hinsichtlich Erschöpfung und Müdigkeit sowie anderer Kenngrößen untersucht. Beide Ativitäten fanden in Gruppen für zwei Stunden pro Woche statt. Vor Beginn und nach Ende der Therapie erhoben die Forscher Daten zum körperlichen und psychischen Befinden sowie zur Fitness.

 

Sportlich aktive Studienteilnehmerinnen litten unter weniger Erschöpfung und Müdigkeit. Auch andere Bereiche der Lebensqualität verbesserten sich, erwartungsgemäß auch die Körperkraft und Fitness. Emotionen und psychisches Wohlergehen waren in beiden Gruppen vergleichbar, was zeigt, dass auch Entspannungstraining positive Auswirkungen auf Teilbereiche hat.

 

In der Summe profitierten Patientinnen mit Sportprogramm jedoch deutlich mehr. Damit kann Krafttraining wirksam Müdigkeit und Erschöpfung vorbeugen bzw. senken. Weiterer Vorteil ist eine verbesserte Fitness im Alltag. Die Forscher empfehlen, Krafttraining bei Brustkrebspatientinnen routinemäßig von Beginn der Therapie an zu integrieren.

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.09.14Zum AnfangZurück

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