Kann Vitamin D Krebs verhindern?

Vor allem im Winter leiden die meisten Deutschen unter einem Mangel an Vitamin D. Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen dem Vitaminwert im Blut und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Sie nennen Werte, die erreicht werden sollten, um Krebserkrankungen vorzubeugen.


Forscher kombinieren Daten aus zwei Studien

Vitamin D ist kaum in ausreichenden Mengen über die Nahrung zuzuführen. Der Mensch ist unter Einwirkung von ultravioletter Strahlung, also der Sonne, in der Lage, das Vitamin selbst zu bilden. Ein Mangel an Vitamin D ist deshalb vor allem im Winter verbreitet und wird immer wieder im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen und auch Krebs diskutiert. Über eine optimalen Blutwert des 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)-Vitamin D3) herrscht immer wieder Uneinigkeit. Offizielle US-Empfehlungen der Werte sind deutlich niedriger als hierzulande, doch auch in Deutschland sind die Empfehlungen unterschiedlich.

Wissenschaftler der University of California untersuchten den Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem Krebsrisiko in einer Studie genauer und veröffentlichten Ergebnisse im Magazin "PLOS ONE". Die Auswertung der Daten zweier Studien ergab, dass höhere Vitamin-D-Werte im Blut einen Schutz vor Krebserkrankungen boten. Insgesamt berücksichtigten sie die Daten von mehr als 2.200 Frauen. In einer der Studien wiesen die Frauen durchschnittlich einen Wert von 30 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) auf, in der anderen 48 ng/ml. 


Höherer Vitamin D-Wert - seltener Krebs

Für Frauen mit höheren Vitaminwerten war das Risiko der Entwicklung einer Krebserkrankung reduziert. Frauen mit Konzentrationen von 40 ng/ml oder mehr, zeigten ein um 67 Prozent reduziertes Krebsrisiko gegenüber Frauen, die nur Werte von 20 ng/ml oder darunter aufwiesen.

In den USA gelten erst Werte von weniger als 12 ng/ml als Vitaminmangel. Nach Empfehlungen sind 20 ng/ml anzuvisieren. Dies entspricht einer Zufuhr von 600 Internationalen Einheiten des Vitamins täglich. Hierzulande gelten Empfehlungen von 30 ng/ml oder mehr als optimaler Vitaminspiegel im Blut, Werte zwischen 20 und 30 ng/ml gelten noch als tolerabel. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.04.16Zum AnfangZurück

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