Geistiger Abbau: Herpesviren am Pranger

Herpesviren können u. a. Genitalherpes auslösen. Chronische Infektionen mit diesem Virus, aber auch mit anderen Viren, tragen möglicherweise zu geistigem Abbau und Demenz bei, so US-Forscher. Bei der gegebenen Häufigkeit von chronischen Infektionen und Demenzerkrankungen ist das aktuelle Forschungsergebnis hochrelevant.

 

 

Geistiger Abbau durch chronische Virusinfektionen?

 

Weltweit sind etwa 417 Millionen Menschen unter 50 Jahren mit einem Typ des Herpes-Simplex-Virus infiziert, der Genitalherpes verursacht. Möglicherweise könnte das Virus mit Schlimmerem verbunden sein: Eine Studie ergab, dass das Virus und einige andere Viren zum geistigen Abbau älterer Menschen beitragen, die anderweitig gesund sind.

 

Wie im Journal "Alzheimer's Disease and Associated Disorders" beschrieben, stehen verschiedene Viren bzw. chronische Infektionen im Verdacht, am kognitiven Abbau beteiligt zu sein. Neben dem Genitalherpesvirus (Herpes-Simplex-Virus Typ 2) sind auch das Zytomegalievirus und Toxoplasma gondii genannt. Letztere genannten Infektionen sind häufig und verursachen bei immunkompetenten Personen kaum Beschwerden.

 

 

Forscher: Vorbeugung und Behandlung von Infektionen sind bedeutsam

 

Eine Untersuchung von mehr als 1.000 älteren Menschen über fünf Jahre lang brachte die Ergebnisse an den Tag. Im Hinblick darauf, dass diese Infektionen sehr häufig sind, ist dieses Ergebnis für die öffentliche Gesundheit von großem Interesse, so die Wissenschaftler. Von besonderem Interesse sind die Vorbeugung dieser Infektionen sowie deren Behandlung. Mechanismen zu verstehen, die zum geistigen Abbau beitragen, könnte zu neuen Präventionsstrategien führen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.02.16Zum AnfangZurück

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