Frauen: Substanz aus Wein gegen Hormonstörung

Polyzystische Eierstöcke sind die Ursache einer am häufigsten vorkommenden Hormonstörung von Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Forscher entdeckten jetzt, dass eine Substanz, die auch in rotem Wein enthalten ist, das Hormonungleichgewicht verbessen kann. 


Zysten in den Eierstöcken können Fruchtbarkeit beeinträchtigen

Das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) beeinträchtigt die Funktion der Eierstöcke. Betroffene Frauen leiden häufig unter unregelmäßigen Monatsblutungen, einem Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen und vergrößerten, zystisch veränderten Eierstöcken. Die Fruchtbarkeit ist beeinträchtigt und Zuckerstoffwechselprobleme entwickeln sich aufgrund hoher Insulinwerte häufig, was das Risiko für Diabetes mellitus erhöht. Probleme können auch Übergewicht, Akne sowie eine übermäßige Behaarung sein. Die genaue Ursache der Störung ist nicht bekannt. Die Behandlung zielt auf eine Normalisierung des Hormonhaushalts und den Erhalt der Fruchtbarkeit mittels einer Hormontherapie (Antibabypille) ab. Eine Behandlung der Zuckerstoffwechselstörung soll einer Diabeteserkrankung vorbeugen.

Eine aktuelle im "Journal of Clinical Endrocrinology & Metabolism" veröffentlichte Studie ergab, dass eine in rotem Wein, Grapefruits, Himbeeren und Erdnüssen enthaltene Substanz das hormonelle Ungleichgewicht bei Frauen mit PCOS positiv verändert. Der Stoff Resveratrol wirkt antioxidativ und enthält das Polyohenol Phytoalexin. Polyphenole sind in Pflanzen vorkommende bioaktive Substanzen, die gesundheitsfördernd wirken. Sie reduzieren zum Beispiel das Risiko der koronaren Herzkrankheit und das der Krebsentstehung.


Resveratrol könnte Diabetes vorbeugen

Wissenschaftler der Poznan Universität in Polen behandelten jetzt erfolgreich 30 Frauen mit PCOS drei Monate lang täglich mit 1.500 Milligramm Reveratrol. Die Therapie senkte die Werte männlicher Geschlechtshormone um mehr als 20 Prozent und verbesserte den Zuckerstoffwechsel. Laut Forscher kann Resveratrol bei der Normalisierung des Stoffwechsels helfen und könnte geeignet sein, einer Diabeteserkrankung vorzubeugen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.11.16Zum AnfangZurück

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