Die Heilkraft der Musik

Musik hat heilsame Wirkung: Studien zeigen, dass Musik Schmerzen und Angst reduzieren kann. Kaum ein Medikament könnte kostengünstiger und mit weniger Nebenwirkungen behaftet sein.

 

 

Musik kann Schmerzen und Angst reduzieren

 

Jeder kennt wohl ein Lied oder Musikstück, das in ihm intensive Gefühle hervorruft, etwa aufgrund von Erinnerungen, z. B. an die erste Liebe oder auch an schwierige Lebenssituationen. Musik wirkt nicht nur auf die Seele und den Geist, sondern löst auch körperliche Reaktionen aus. Studien ergaben positive Wirkungen auf die mentale Gesundheit. Wissenschaftler der McGill University in Kanada veröffentlichten unlängst eine Studie, die zeigt, dass Musikhören die Menge des Botenstoffes Dopamin im Gehirn erhöht. Dopamin spielt bei Depressionen eine Rolle und Musik könnte damit eine wirksame Behandlung sein.

 

Doch welchen anderen Gesundheitsnutzen von Musik gibt es und lassen sich einige Behandlungsstrategien möglicherweise sogar durch Musik ersetzen? Dieser Frage gingen Wissenschaftler der Brunel University in Großbritannien nach und analysierten die Daten von 72 Studien mit insgesamt über 7.000 Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterzogen hatten. Studienteilnehmer, die nach der Operation Musik hörten, gaben an, weniger Schmerzen und Angst zu empfinden als jene, die keine Musik hörten.

 

Eine weitere Untersuchung aus Dänemark kam vergangenes Jahr zu dem Schluss, das Musik geeignet ist, für Verbesserungen bei Fibromyalgie zu sorgen. Die Fibromyalgie ist mit Schmerzen und Müdigkeit verbunden. Selbst ausgesuchte, ruhige und entspannende Musik reduzierte bei Erkrankten die Schmerzen signifikant und verbesserte die Beweglichkeit.

 

 

Musik könnte auch Herzkranken zugutekommen

 

Wie genau die Musik Schmerzen senkt, ist indes unklar. Manche Wissenschaftler vermuten, dass Musik die Ausschüttung körpereigener Opioide im Gehirn triggert. Diese wirken schmerzlindernd. Andere Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Musik Stress lindert und die Werte des Stresshormones Kortisol senkt. Daneben könnten weitere Mechanismen wie eine Senkung von Puls- und Herzrate, des Blutdruckes und der Körpertemperatur eine Rolle spielen und positiv wirken. Möglicherweise könnte Musik also auch der Behandlung von Herzerkrankungen zugutekommen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.11.15Zum AnfangZurück

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