Kaffee senkt Krankheitsrisiken

Wer drei bis vier Tassen Kaffee am Tag trinkt, könnte sein Risiko für chronische Krankheiten – zum Beispiel des Herzens oder der Leber – senken.  Eine allgemeine Empfehlung zum Kaffeetrinken wollen die britischen Forscher aber nicht aussprechen.



Forscher: Kaffee nutzt mehr als er schadet

Erneut gibt es gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber: Wer am Tag gerne drei bis vier Tassen genießt, tut seiner Gesundheit Gutes und trägt ein geringeres Risiko, chronische Krankheiten zu entwickeln. 

In der Forschung häufen sich die Belege für die gesundheitlichen Vorteile des Kaffeekonsums. Studien ergaben eine geringere Wahrscheinlichkeit, eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall zu entwickeln. In einer anderen Studie zeigte sich, dass Frauen mit Diabetes, die Kaffee tranken, länger lebten und auch für HIV-Patienten und Hepatitispatienten ließen sich Überlebensvorteile ausmachen. Eine Vielzahl weiterer Studien konnten positive gesundheitliche Wirkungen des Kaffeekonsums nachweisen.

Jetzt nahmen Wissenschaftler bereits bestehende Studien zum Thema unter die Lupe und analysierten die Daten von 200 Metanalysen mit Beobachtungsstudien und 17 Metanalysen mit klinischen Studien. Ergebnisse veröffentlichten sie im "British Medical Journal".

Den Studienergebnissen zufolge sind die positiven Auswirkungen des moderaten Kaffeekonsums größer zu bewerten als mögliche negative. Moderater Kaffeekonsum betrug in dieser Untersuchung 400 Milligramm Koffein pro Tag, entsprechend vier bis fünf Tassen Kaffee pro Tag.


Kaffee kann Risiko für Leberzirrhose stark senken

Der mäßige Kaffeekonsum war mit einem reduzierten Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK), Krebs, der nicht durch Alkoholkonsum bedingten Fettleber, Leberzirrhose und Diabetes verbunden. Zudem sank mit dem Kaffeekonsum die allgemeine Sterblichkeit sowie die Sterblichkeit aufgrund von Herzerkrankungen wie dem Herzinfarkt.

Die Forscher konnten den größten Nutzen bei drei bis vier Tassen Kaffee am Tag ausmachen. Die Menge reduzierte das Risiko für eine KHK um 19 Prozent und das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, um 30 Prozent. Das Krebsrisiko sank mit dem Kaffeegenuss um 18 Prozent.

Die größte Risikoreduktion zeigte sich für die Leberzirrhose, sie war um 39 Prozent reduziert.

Da die meisten der analysierten Studien Beobachtungsstudien sind, deren Aussagekraft zu Ursache und Wirkung spekulativ ist, fordern die Forscher randomisierte kontrollierte Studien zum Thema. Eine allgemeine Empfehlung zum Kaffeekonsum sprechen die Wissenschaftler aber nicht aus. Kaffee könnte jedoch Bestandteil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung sein.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.11.17Zum AnfangZurück

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