Tigermücke erobert Deutschland

Die Tigermücke breitet sich in Deutschland weiter aus. In Karlsruhe wurden mehrere Insekten der Stechmückenart gesichtet, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt". Mehr als 20 verschiedene Viren kann das Insekt übertragen.


Tigermücke breitet sich nach Norden aus

In Karlsruhe wurden mehrere Exemplare der Tigermücke entdeckt, so Norbert Becker von der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs). Die in einem Industriegebiet gefundenen Insekten könnten mit dem Zug eingeschleppt worden sein. Die Aktionsgemeinschaft möchte nun einen Plan entwickeln, um das Gelände zu kontrollieren und zu untersuchen, wie weit sich die Mücke bereits ausgebreitet hat, um sie dann in Zusammenarbeit mit der Stadt zu bekämpfen.

Neben den Tigermücken besteht auf dem Gelände offenbar auch ein Problem mit asiatischen Buschmücken, die ebenfalls Krankheitserreger wie das West-Nil-Virus übertragen können. 

Die aus Asien stammende Tigermücke kann etwa 20 Virusarten übertragen. Gefahren drohen zum Beispiel durch das Dengue-Fieber. Dabei handelt sich um eine infektiöse Tropenerkrankung, die durch Arboviren übertragen wird. Bei einer Infektion kann es zu Fieber, Kopf,- Glieder- und Gelenkschmerzen und Übelkeit kommen. Während für die meisten Menschen eine Infektion ohne Folgen bleibt, gibt es auch tödliche Verlaufsformen bei Geschwächten. Die Mücke ist auch Überträger von Gelbfieber und dem Zika-Virus.


Warme Winter lassen Eier des Insekts überleben

Die ursprünglich in Asien beheimatete Tigermücke breitet sich immer mehr in Europa aus. Während zunächst nur Mittelmeerländer betroffen waren, erobert die Mücke seit geraumer Zeit immer stärker den Norden Europas. Es handelt sich bei der Mücke um eine der stechfreudigsten Arten auf der Welt. Für das Überleben der Mücken bedeutsam sind die herrschenden Außentemperaturen. Sie tolerieren einen gewissen Grad an Kälte, aber ab Temperaturen von unter null Grad überleben die Eier der Insekten nicht. Bei milden Temperaturen hingegen ist mit einem Überleben zu rechnen.

Tigermücken wurden auch in Freiburg und Heidelberg entdeckt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.09.17Zum AnfangZurück

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