HIV, Hepatitis: Kaffee ist gesund!

Etliche Untersuchungen weisen bereits auf einen gesundheitlichen Nutzen des Kaffeekonsums hin. Eine neue Studie zeigt: Der Vorteil des Kaffeetrinkens ist für HIV-Patienten mit Hepatitis C besonders groß. Drei Tassen des schwarzen Gebräus am Tag könnten das Risiko der Gesamtsterblichkeit halbieren.


Bioaktive Stoffe in Kaffee helfen, Gesundheit zu erhalten

Nicht nur Kaffee soll HIV-Patienten, die zusätzlich eine Hepatitis-C-Infektion aufweisen, helfen, auch ein Rauchstopp kommt der Gesundheit zugute und senkt das Todesrisiko, ergab eine Studie im "Journal of Hepatology". Dies gilt demnach auch für Patienten, deren Hepatitisinfektion bereits ausgeheilt ist.

Nach Angaben der Centers for Disease and Prevention (CDC) sind etwa 25 Prozent der HIV-Patienten in den USA mit Hepatitis C infiziert. Das Hepatitis-C-Virus verursacht eine chronische Lebererkrankung, die aber dank medikamentöser Therapien heilbar ist. Doch auch nach einer Heilung der Hepatitis weisen HIV-Patienten ein gegenüber Gesunden erhöhtes Todesrisiko auf. Alterungsprozesse sind beschleunigt, was Krebserkrankungen, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen häufiger vorkommen lässt.

Das Risiko des vorzeitigen Todes könnte sich der aktuellen Studie zufolge aber mit Kaffee senken lassen. In Kaffee sind bioaktive Substanzen wie Polyphenole enthalten, die entzündliche Prozesse im Körper reduzieren können. Studien zeigen darüber hinaus einen leberschützenden Effekt. 

Die Forscher wiesen den Nutzen des Kaffeekonsums anhand der Datenuntersuchung einer französischen Studie von mehr als 1.000 HIV-Patienten nach. Bei der Studie hatten die Patienten Angaben zum Lebensstil und ihrer Ernährung gemacht. In fünf Beobachtungsjahren starben mehr als 70 Patienten.


Forscher: Lebensstil bei HIV spielt große Rolle

Patienten, deren Hepatitisinfektion geheilt war, wiesen eine um 80 Prozent geringere Sterblichkeit auf. Ein zusätzlicher Nutzen ergab sich für einen Rauchstopp. Daneben senkte der Konsum von mindestens drei Tassen Kaffee am Tag die Sterblichkeit, auch bei HIV-Patienten, deren Hepatitisinfektion ausgeheilt war. 

Die Studie zeigt, dass der Lebensstil einen erheblichen Beitrag zur Gesundheit von HIV-Patienten leistet. Dies sollte bei der Behandlung von Patienten berücksichtigt werden, so die Forscher.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.10.17Zum AnfangZurück

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