Zecken in jedem Garten?

Zecken verbinden die meisten mit Wald, Wiese und freier Natur. Eine Gefahr lauert aber auch in Gärten und Grünanlagen, zeigt eine Untersuchung aus Deutschland. Demnach ist annähernd jeder Garten betroffen, unabhängig davon, ob verwildert oder gut gepflegt.

 

 

Zecken im Garten auch ohne Wald in der Nähe

 

Garten ist Zeckengebiet, so Forscher der Universität Hohenheim. Das gilt auch für waldfernere Gärten und Grünanalagen. Bisherige Untersuchungen von Wissenschaftlern zeigen, dass sich in allen Gärten Zecken finden lassen. Manchmal sei nur ein einzelner Busch betroffen, manchmal auf mehrere Sträucher und Büsche. Ursachen sind Wildtiere, Haustiere, Nagetiere oder Vögel. Die Forscher konnten drei Arten von Zecken nachweisen.

 

 

 

Wild- und Haustiere sorgen für Zeckenbefall

 

Zwar fanden sich Zecken in allen Gärten, doch sind waldnahe Grundstücke stärker befallen. In Gärten mit Rasenflächen lassen sich weniger Zecken nachweisen, in Gärten mit viel Unterholz mehr. Zecken sind dabei nicht gleichmäßig im Garten verteilt, sondern kommen an einzelnen Stellen vor. Neben Zecken finden sich auch Zeckenlarven. Besonders Nagetiere sind von Zecken befallen, die Hirnhautentzündung (Frühsommermeningoenzephalitis) und Borreliose übertragen.

 

Zecken sind nicht nur im Sommer aktiv. Mittlerweile lässt sich eine ganzjährige Aktivität nachweisen, so die Forscher. Ihr Rat: Auch nach einem Aufenthalt im Garten ist das Absuchen des Körpers nach Zecken wichtig.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.04.15Zum AnfangZurück

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