Vitamin-D-Mangel bei Kindern fördert spätere Gefäßverkalkung

Vitamin D ist für die Herzkreislaufgesundheit bedeutsam. Der Mensch kann es mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Jetzt fanden Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen kindlichem Vitamin-D-Mangel und dem späteren Auftreten von Anzeichen für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Bei der Arteriosklerose kommt es zu Veränderungen der Gefäße, die mit einer Verengung und verminderten Durchblutung einhergeht. 

 

 

Vitamin-D-Mangel weltweit verbreitet

 

Studien brachten Vitamin-D-Mangel mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte in Zusammenhang. Der Mangel an diesem Vitamin ist verbreitet, denn die Bildung ist vom Sonnenlicht abhängig. Hierzulande ist eine ausreichende Bildung des Vitamins im Winter kaum erreichbar.

 

Weltweit leiden viele Kinder unter einem Vitamin-D-Mangel, so Forscher der Universität Turku in Finnland. Sie untersuchten über 2.100 Teilnehmer einer finnischen Langzeitstudie zum Herzkreislaufrisiko. Die Teilnehmer waren zu Beginn drei bis 18 Jahre alt und lieferten Proben zur Vitamin-D-Bestimmung. Über 25 Jahre später bestimmten die Forscher bei den erwachsenen Studienteilnehmern einen Gefäßparameter der Halsarterie. Die sogenannte Karotiden-Intima-Dicke lässt sich mit einer Ultraschalluntersuchung bestimmen und ermöglicht den Nachweis von Gefäßwandveränderungen. Die Untersuchung dient der Abschätzung des Arterioskleroserisikos. 

 

 

Vitamin-D-Mangel: Eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose?

 

Kinder mit einem starken Mangel des Vitamins wiesen als Erwachsene stärkere arteriosklerotische Gefäßveränderungen auf und zwar unabhängig von weiteren Risikofaktoren. Diese sind in erster Linie erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutdruck, Rauchen, körperliche Inaktivität und Übergewicht.  

 

Weitere Untersuchungen sind nötig, so die Forscher. Ihre Ergebnisse verdeutlichen, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung von Kindern etwa über die Nahrung wichtig ist. Die Studie wurde im "Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.02.15Zum AnfangZurück

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