Tattoo-Entfernung nicht ohne Risiko

Viele Tattoo-Träger wünschen sich irgendwann die Entfernung des Hautschmuckes. Dass diese mit möglichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist, gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu bedenken. Erstmals ließ sich Blausäure nach der Laserbestrahlung bei einem Pigment nachweisen, das bei Tätowierungen Anwendung findet. Über den Zerfall der meisten anderen Farbstoffe ist noch vieles unbekannt.

 

 

Spaltprodukt Blausäure

 

Die Sicherheit der Entfernungsmethoden von Tattoos ist bislang weitgehend unklar. Das BfR hat nun Spaltprodukte des bei Tätowierungen verwendeten kupferhaltigen Farbpigments Phthalocyanin-Blau bestimmt, wenn dieses mit dem Rubinlaser bestrahlt wird. Die Spaltprodukte 1,2 Benzendicarbonitril, Benzonitril, Benzol und Blausäure können Konzentrationen annehmen, die die Haut schädigen könnten, so das BfR.

 

Das BfR sieht diesbezüglich weiteren Forschungsbedarf. Wichtig für Verbraucher ist die Aufklärung über die Gefahren von Tattoos sowie deren Entfernung. Grundsätzlich werden bei der Laserentfernung von Tattoos mit dem Laser Farbpigmente fragmentiert. Die Freisetzung der Spalt- und Abbauprodukte könnte möglicherweise zu Gesundheitsschäden führen. Unklar sind indes die Art dieser chemischen Abbauprodukte sowie ihre Langzeitwirkung und Verteilung im menschlichen Körper. Daten sind lediglich für einige Azofarbstoffe verfügbar.

 

 

Verfahren zur Tattooentfernung bergen Risiken

 

Für die Tattooentfernung kommen verschiedene Verfahren in Frage. Ein Erfolg ist jedoch durch keines der Verfahren garantiert und es bestehen Risiken wie Narbenbildung oder allergische Reaktionen. Bei der chirurgischen Entfernung besteht überdies vor allem auch eine Infektionsgefahr. Das BfR rät, Tattoos nur mit anerkannten medizinischen Methoden entfernen zu lassen und auf geschultes Personal in entsprechenden Einrichtungen Wert zu legen. 

 

Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass immer neue Verfahren entwickelt werden und zur Anwendung kommen. Allerdings geschieht das ungeprüft.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.08.15Zum AnfangZurück

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