Swimmingpool: Genmutationen durch Desinfektion

Der eigene Swimmingpool oder Whirlpool verspricht Spaß und Entspannung. Doch kann die Chemie im Wasser zu gesundheitlichen Problemen führen? Forscher finden heraus, dass der Zusatz von Desinfektionsmitteln gefährliche Nebenprodukte entstehen lassen kann.


Intensive Poolnutzung ist mit Gefahren verbunden

Die Regulierung des pH-Werts und die Desinfektion des Wassers im Swimming- oder Whirlpool ist wichtig, vermehren sich doch sonst möglicherweise gefährliche Keime und Algen. Das dem Wasser zugegebene Desinfektionsmittel Chlor reagiert jedoch mit menschlichen Ausscheidungen wie Schweiß, Urin oder anderen Komponenten. Dabei entstehen Nebenprodukte, die mit Asthma und Blasenkrebs assoziiert sind, wie epidemiologische Studien zeigen. Dass sie auch Schäden an der Erbsubstanz DNA verursachen könnten, zeigt eine aktuelle Studie. Je mehr ein Pool genutzt werde, desto größer die potentielle Gefahr, warnen Forscher in der Fachzeitschrift "Environmental Science and Technology".

Sie hatten 28 Wasserproben aus privaten und öffentlichen Swimming- und Whirlpools vor und nach einer intensiven Nutzung analysiert. Verwendete Desinfektionsmittel waren Chlor, Brom, Ozon oder Ozon-Chlor. 


Verhaltensregeln für die Gesundheit

Im desinfizierten Wasser fanden sich über 100 chemische Nebenprodukte. Swimmingpool- und Whirlpoolwasser wiesen ein erhöhtes mutagenes Potential auf, d. h. enthaltene chemische Verbindungen können im Vergleich zu nicht behandeltem Wasser Erbgutveränderungen verursachen. Whirlpoolwasser war demnach belasteter als Wasser in Swimmingpools. 

Die Wissenschaftler geben Poolbesitzern wichtige praktische Tipps, um gesund zu bleiben:

1. Demnach sollen die Werte des Wassers regelmäßig überprüft werden. Das Messen des pH-Werts ist wichtig, um die geeignete Menge an Desinfektionsmittel verwenden zu können. Das heißt, der pH-Wert ist zuerst zu regulieren.

2. Wer Durchfall oder offene Wunden hat, sollte den Pool nicht nutzen bzw. Wunden sind wasserdicht abzudecken.

3. Vor und nach dem Baden empfiehlt es sich zu duschen. 

4. Poolwasser möglichst nicht in den Mund nehmen oder schlucken! 

Quelle: Dr. Julia Hofmann31.05.16Zum AnfangZurück

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