Schnarchen gefährdet Kindeswohl

Eltern sind sich oftmals nicht bewusst, dass Schnarchen bei Kindern die Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen kann. Dies gilt weniger für vorübergehendes als für anhaltendes Schnarchen, ergab eine schwedische Untersuchung.


Besonders gefährdend: Kindliche Schlafapnoe

Viele Kinder schnarchen bisweilen. Das ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Schnarchen sie jedoch permanent oder leiden sie gar unter Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe, ist die Schlafqualität negativ beeinflusst. Das kann nicht nur zu Tagesmüdigkeit, schlechter Konzentrationsfähigkeit und Lernschwierigkeiten führen, auch das Wachstum kann verzögert sein und Probleme wie Bettnässen können auftreten, so Wissenschaftler der Gotheburg Universität in Schweden.

Demnach haben Kinder, die anhaltend schnarchen, oftmals eine schlechtere Lebensqualität, ganz besonders jene, die unter einer Schlafapnoe leiden. Dies ergab eine Studie an 1.320 Kindern zwischen null und elf Jahren, die in einer schwedischen nationalen Datenbank erfasst worden waren.


Bei anhaltendem Schnarchen zum Arzt!

Die Eltern füllten Fragebögen zum Atemverhalten beim Schlafen ihrer Kinder während des letzten Monats aus und gaben an, ob sie wegen Problemen bereits einen Arzt konsultiert hätten. 754 Eltern antworteten und schickten die Fragebögen an die Untersucher zurück.

Es zeigte sich, dass fünf Prozent der Kinder an mehreren Nächten in der Woche anhaltend schnarchten. Nur ein Drittel dieser Kinder war deswegen bereits einem Arzt vorgestellt worden. Dies verdeutlicht, dass das Bewusstsein über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Atemstörungen bei Kindern eher gering ist, so die Forscher. Es ist sehr wichtig, anhaltende nächtliche Atemstörungen von Kindern ernst zu nehmen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.03.16Zum AnfangZurück

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