Schlafrhythmus beeinflusst Krankheitsrisiko

Montagmorgen wie an den folgenden Werktagen beginnt der Tag für die meisten Menschen in der Regel früher als am Wochenende. Allein diese routinemäßigen Veränderungen erhöhen das Krankheitsrisiko für Herzerkrankungen und auch die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

 

 

Sozialer Jetlag als Gesundheitsrisiko

 

Schichtarbeit bringt die innere Uhr durcheinander und kann über veränderte Stoffwechselaktivitäten in einem erhöhten Risiko für Erkrankungen münden. So weisen Schichtarbeiter etwa ein erhöhtes Risiko für das Metabolische Syndrom, die koronare Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 2 auf. Das Metabolische Syndrom bezeichnet das gemeinsame Auftreten von Stoffwechselstörungen des Zucker- und Fettstoffwechsels, Bluthochdruck und Übergewicht.

 

Aber auch außerhalb von Schichtarbeit können die meisten Menschen in der heutigen Zeit kein, eines ihrer individuellen inneren Uhr entsprechendes Leben, führen. Sei es, dass jeden Montag um 6.30 der Wecker klingelt, oder die letzte Nacht mit Freunden eben doch länger ausfiel als erwartet, die innere Uhr kommt durcheinander und man spricht auch von sozialem Jetlag. 

 

Wie sich der "normale" soziale Jetlag durch regelmäßige Arbeitszeiten auf gesunde Erwachsene auswirkt, untersuchten Wissenschaftler aus Pittsburgh an 447 Frauen und Männern im Alter zwischen 30 bis 54 Jahren. Die Studienteilnehmer arbeiteten mindestens 25 Stunden pro Woche außer Haus. Mittels eines Armbandes ließen sie sich eine Woche lang 24 Stunden am Tag Schlaf und Bewegungen messen. Anhand von Fragebögen ermittelten die Forscher Daten zur Ernährung und Bewegung.

 

 

Wechsel von Schlafmustern in der Woche verändern Stoffwechsel

 

In der im "Journal of Endocrinology & Metabolism veröffentlichten Studie zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Unterschieden in den Schlafmustern an freien Tagen oder Arbeitstagen und verändertem Stoffwechsel. Auch Bauchumfang und Body Mass Index standen mit den Schlafmustern in Zusammenhang und zwar unabhängig vom Gesundheitsverhalten. Der Body Mass Index ist eine Maßgröße zur Abschätzung der Körpergewichtes im Verhältnis zur Körpergröße.

 

Weitere Studien zum Thema könnten die Zusammenhänge bestätigen und näher beleuchten, so die Wissenschaftler. Denn es sei wichtig zu wissen, wie das moderne Leben und soziale Zwänge Schlaf und Gesundheit beeinflussen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.11.15Zum AnfangZurück

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