Plötzlicher Kindstod: Wie das Baby betten?

20 Prozent der frischgebackenen Mütter wissen nicht, wie sie ihr Kind lagern sollen, um den Plötzlichen Kindstod zu vermeiden. Offenbar fehlt es an ärztlichen Anweisungen zu gültigen Empfehlungen. Dies könnte aber Kinderleben retten.

 

 

Kenntnis der Empfehlungen unzureichend

 

Eine Untersuchung der National Institutes of Health (NIH) kommt zu dem Schluss, dass ein Fünftel der Mütter, die ihr erstes Kind bekommen, keinerlei Anweisungen zu Stillempfehlungen und zur Lagerung des Kindes von ihren Arzt erhalten hatten. 50 Prozent der Mütter wussten nicht, wo sie ihr Kind am besten betten.

 

Nach gültigen Empfehlungen sollen Kinder im ersten Lebensjahr im Schlafzimmer der Eltern schlafen. Dabei sollen sie aber nicht im Elternbett schlafen, sondern in ihr eigenes Kinderbett. Die Nähe der Eltern wirkt sich positiv auf die Atemregulation des Kindes aus. Das Kind sollte immer auf den Rücken gelegt werden, nicht aber auf den Bauch oder auf die Seite. Decken, Kissen und Nestchen gehören nicht in das Babybett, denn das Kind könnte sich diese über den Kopf ziehen, was zu Atemproblemen und einer Überwärmung führen könnte. Empfehlenswert dagegen ist ein leichter Schlafsack. Die Raumtemperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad Celsius betragen. Auch Stillen ist förderlich. Nach Empfehlungen sollten Kinder sechs Monate lang gestillt werden. Rauchen in der Wohnung sollte unbedingt unterbleiben, empfiehlt die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung.

 

 

Plötzlicher Kindstod ist häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr

 

Die Untersuchung zeigt, dass auch von Ärzten gegebene Empfehlungen nicht immer den offiziellen Empfehlungen entsprechen. Die Forscher verlangen klare und spezifische Informationen für frisch gebackene Eltern.  

 

Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache bei Kindern im ersten Lebensjahr. Trotz eines deutlichen Rückgangs starben im Jahr 2013 in den USA 26,8 von 100.000 Kindern. Das Einhalten der richtigen Empfehlungen könnte zu einem weiteren Rückgang der Sterblichkeit führen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.08.15Zum AnfangZurück

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