Plötzlicher Herzstillstand hat oft Vorboten

Der plötzliche Herzstillstand kommt oftmals gar nicht so plötzlich, wie es der Name vermuten lässt, so Experten. Warnsignale in den Wochen vor dem Ereignis sind häufig, werden jedoch oftmals ignoriert. Die von Medizinern beschriebenen Symptome sollten deshalb unbedingt ernst genommen werden und umgehend zum Arzt führen. Angst vor einem Fehlalarm sollten Betroffene nicht haben.

 

 

Herzstillstand: Warnsignale treten häufig auf

 

Ganz so unerwartet wie vermutet ereignet sich ein plötzlicher Herzstillstand nicht, zeigt eine aktuelle Veröffentlichung in den "Annals of Internal Medicine". Denn in den Tagen und Wochen vor dem gefährlichen Herzereignis kommt es häufig zu Warnsymptomen. Wer diese wahrnimmt und ärztlich abklären lässt, hat demnach bessere Überlebenschancen.

 

Der plötzliche Herzstillstand endet fast immer tödlich, sodass die Vorbeugung sehr bedeutsam ist. Nehmen Betroffene Stunden, Tage oder Wochen vor dem Ereignis Beschwerden wahr, kann möglicherweise frühzeitig eingegriffen werden. Daten zu den Symptomen von betroffenen Überlebenden, die bis zu vier Wochen vor dem Herzstillstand aufgetreten waren, geben Aufschluss über die Vielzahl möglicher Beschwerden, die im Vorfeld entstehen können. Angaben dazu stammten aus verschiedenen Quellen wie den Patienten selbst, Angehörigen, Freunden oder medizinischen Unterlagen.

 

 

Herzstillstandvorboten: Von Brustschmerz bis zu Rückenschmerzen

 

Solche Symptome können typische und atypische Brustschmerzen, Atemprobleme, Herzstolpern oder Herzklopfen, plötzlicher Blutdruckabfall oder Bewusstseinsverlust und weitere Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder auch Rückenschmerzen sein.

 

Etwa die Hälfte der untersuchten Patienten hatte in den vier Wochen vor dem Herzstillstand Beschwerden gehabt, die oftmals 24 Stunden vor dem Herzereignis erneut auftraten. Die meisten Betroffenen hatten diese Symptome nicht ernst genommen. Jene, die es taten und den Notarzt riefen, erhöhten ihre Überlebenschancen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.01.16Zum AnfangZurück

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