Meditieren als Jungbrunnen

Der Alterungsprozess macht sich auch mit dem Abbau von Gehirnsubstanz bemerkbar und der beginnt schon in jüngeren Jahren. Dieser Abbau lässt sich aber mit einem einfachen Mittel reduzieren: Meditation hilft, die graue Substanz des Gehirnes zu erhalten.

 

 

Zeigen die Auswirkungen der Meditation im Gehirn?

 

Schon viele Studien hatten den gesundheitlichen Nutzen von Meditation zum Gegenstand. Jüngste Studien wiesen Vorteile bei Brustkrebs-Überlebenden und bei der Behandlung von Schmerzen, Angst und Depressionen nach. Bekannt ist auch eine Verbesserung kognitiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Diese Befunde wollten sich Wissenschaftler der University of California erklären und untersuchten deshalb die graue Hirnsubstanz von 100 Menschen zwischen 24 und 77 Jahren. Die Hälfte der Versuchsteilnehmer übte sich seit vier bis 46 Jahren in Meditation, die andere Hälfte hatte mit Meditation keinerlei Erfahrung.

 

 

Mehr Hirnsubstanz bei Meditierenden

 

Mithilfe der Magnetresonanztomographie stellten die Forscher die graue Hirnsubstanz aller Teilnehmer dar. Mit zunehmendem Alter zeigte sich erwartungsgemäß eine abnehmende graue Hirnsubstanz. Personen, die regelmäßig meditierten, wiesen im Vergleich zu jenen, die dies nicht taten, eine geringere Abnahme in verschiedenen Hirnregionen des gesamten Gehirnes.

 

Nicht berücksichtigt wurden allerdings Faktoren, die die Ergebnisse auch beeinflussen könnten. Dies sind zum Beispiel Lebensstilfaktoren, Persönlichkeit oder Vererbung. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnis zu weiteren Untersuchungen veranlassen. Dies wäre nicht nur für gesunde Menschen bedeutsam. Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Frontieres in Psychology".

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.02.15Zum AnfangZurück

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