Leukämie

Berlin (dpa) - Leukämie (Blutkrebs) ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die im Körper für die Infektabwehr zuständig sind. Sie entsteht im Knochenmark. Bei einer Leukämie kommt es dort zu einer explosionsartigen Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Das ruft unter anderem einen Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) hervor, die für den Sauerstofftransport im Blut sorgen. Erste Anzeichen einer Leukämie sind eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte, Abgeschlagenheit und eine Neigung zu Blutergüssen.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) rund 11 000 Menschen neu an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Nach den Statistiken des Robert Koch-Instituts starben bei der jüngsten bundesweiten Krebserhebung im Jahr 2006 rund 7100 Menschen an Leukämie. Ohne medizinische Behandlung führt eine Leukämie zum Tod. Helfen kann eine Chemo- oder Strahlentherapie. Schlägt sie nicht an, ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die letzte Chance, das Leben eines Patienten zu retten.

Quelle: dpa20.12.11Zum AnfangZurück

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