Kleiner Mensch, größeres Herzrisiko

Die Körpergröße eines Menschen sagt etwas über sein Risiko aus, an den Herzgefäßen zu erkranken. Je geringer die Körpergröße, desto größer das Risiko für die koronare Herzkrankheit mit der möglichen Folge eines Herzinfarkts. Im Gegensatz zu anderen Risikofaktoren der Gefäßkrankheit am Herzen wird die Körpergröße weitgehend durch Erbfaktoren bestimmt.

 

 

Je kleiner desto größer das Herzrisiko

 

Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) verengen sich die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen aufgrund von fetthaltigen Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße. Mit zunehmendem Verengungsgrad der Gefäße ist die Durchblutung des Herzmuskels nicht mehr gewährleistet und es kommt zu Beschwerden. Die Folge eines weitgehenden Gefäßverschlusses ist ein Herzinfarkt, bei dem Gewebe des Herzmuskels aufgrund der Mangelversorgung mit Blut keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr erhält und abstirbt.

 

Britische Kardiologen fanden jetzt heraus, dass kleine Menschen ein größeres Risiko für die Entwicklung einer KHK aufweisen als größere. Mit jeden 2,5 Inch (1 Inch=2,54 Zentimeter) verminderter Körpergröße steigt das KHK-Risiko demnach um 13,5 Prozent. Zum Beispiel weist eine Person mit einer Körpergröße von 1,68 Meter im Vergleich zu einem Menschen, der 1,83 Meter groß ist, ein um 32 Prozent erhöhtes Risiko für eine KHK auf.

 

 

Vererbung legt Körpergröße weitgehend fest

 

Ursachen des Zusammenhanges zwischen geringer Körpergröße und erhöhtem Herzrisiko sind nicht, wie zunächst angenommen, Faktoren wie sozioökonomischer Status oder die Ernährung vor allem während der Kindheit, die das Größenwachstum beeinflussen könnten. Die im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte aktuelle Untersuchung zeigt, dass nicht beeinflussbare Vererbungsfaktoren die Ursache sind.

 

Die KHK ist weltweit die häufigste Ursache eines vorzeitigen Todes. Verantwortlich gemacht werden verschiedene Risikofaktoren wie Gewicht, Ernährung, körperliche Aktivität und das Rauchen. Diese Faktoren sind beeinflussbar.

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.04.15Zum AnfangZurück

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