Kinderwunsch? Täglich ASS könnte helfen!

Um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, insbesondere nach einer Fehlgeburt, zu erhöhen, sind verschiedene Maßnahmen möglich. Auch die Einnahme von Acetylsalicysäure (ASS) könnte hilfreich sein.

 

 

Wahrscheinlichere Schwangerschaft durch Entzündungshemmung?

 

ASS ist den meisten als Schmerzmittel bekannt. Der Wirkstoff gehört zu den sogenannten Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Ass wirkt fiebersenkend, wirkt entzündungshemmend und ist auch gegen leichtere Schmerzen wirksam. In deutlich geringerer Dosierung wird ASS auch bei Herz- und Gefäßerkrankungen als Blutplättchenaggregationshemmer eingesetzt. Dies soll verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden, die mit dem Blutfluss wegespült werden und ein Blutgefäß verlegen, sodass es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt.

 

Wissenschaftler der Universität of Utah vermuten nun, dass die tägliche Einnahme geringer Dosen von ASS die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen könnte. Eine Entzündungshemmung im Körper könnte die Ursache sein, was die Umgebung verbessern könnte, in der der Embryo wächst.

 

In einer Studie hatten die Forscher über 1.200 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren, die im Vorjahr bereits eine Fehlgeburt erlitten hatten, ASS verabreicht. Alle Frauen hatten nach Angabe der Studienautoren eine systemische, also den ganzen Körper betreffende Entzündung.

 

Die Frauen erhielten täglich nur die geringe Dosis von 81 Milligramm ASS. Im Vergleich zu Frauen, die kein ASS erhielten, wurden die mit dem Schmerzmittel Behandelten zu 17 Prozent wahrscheinlicher schwanger. Zudem konnten sie zu 20 Prozent wahrscheinlicher einer erfolgreichen Geburt entgegensehen.

 

 

Experten: Nebenwirkungen von ASS nicht außer Acht lassen

 

Wahrscheinlich kann eine Reduktion von entzündlichen Prozessen durch ASS nicht nur die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Schwangerschaft erhöhen. Studien ergaben bereits, dass ASS die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis auch verbessert, weil es die Durchblutung im Becken steigert und die Gebärmutterschleimhaut positiv beeinflusst, sodass die Einnistung eines Embryos besser gelingt.

 

Ob diese Behandlung für alle Frauen sinnvoll ist, die Probleme mit dem Zustandekommen oder dem Erhalten einer Schwangerschaft haben, ist die Frage, so Experten. Zu bedenken wären auch mögliche Nebenwirkungen wie Magendarmblutungen, die unter einer Behandlung mit ASS häufiger auftreten. Demgegenüber gilt es, weitere entzündungshemmende Wirkstoffe aus der Natur ohne Nebenwirkungen in Betracht zu ziehen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.10.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: