Impfen: Unblutig und ohne Schmerz

Viele fürchten bei Impfungen die Injektion und der damit verbundene Schmerz. Berliner Forscher entwickelten eine vollkommen unblutige Methode, mit deren Hilfe das Immunsystem aktiviert wird, damit es sich gegen bestehende Infektionen besser wehren kann. Die Impfstoffe gelangen einfach über die Haut in den Körper. Besonders interessant ist das für Gebiete auf der Erde, in denen die medizinische Versorgung unzureichend ist. Eine einfache günstige Impfung über die Haut wäre für viele Menschen vorteilhaft.

 

 

Aktivierung des Immunsystems über die Haut

 

Impfungen sind eine effektive Methode, um das körpereigene Immunsystem zu stimulieren und verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien und Viren zu bekämpfen.

Über zehn Jahre lang arbeiteten ein deutsch-französisches Forscherteam unter Beteiligung der Charité Berlin zusammen, um eine neue Impfmethode zu entwickeln. Dabei fokussierten sie Immunzellen der Haut, die durch Impfungen aktiviert werden und eine Immunantwort auslösen. Eine Verletzung der Haut durch Injektionen ist unnötig. 

 

 

Neue Behandlungsstrategie bei einer Vielzahl von Erkrankungen?

 

An natürlichen Hautproben führten die Forscher eine spezielle Vorbehandlung durch. Kleinste Teilchen in Größe eines Virus oder eines Impfstoffpartikels konnten so in tiefere Lagen der Haut eindringen und Immunzellen aktivieren. Demnach lässt sich nach einer Vorbehandlung der Haut das Immunsystem stimulieren.

 

Die Ergebnisse könnten für die Behandlung chronischer Infektionen mit Viren wie HIV interessant sein. Aber neue Behandlungsstrategien sind auch für Allergien, entzündliche Hauterkrankungen und Hautkrebs denkbar. Klinische Studien sollen nun folgen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann18.03.15Zum AnfangZurück

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