Grüner Tee hilft bei rheumatoider Arthritis

Ein Bestandteil des grünen Tees könnte Patienten mit rheumatoider Arthritis helfen. Der Stoff reduzierte im Mausmodell die Gelenkschwellung. Wie die Substanz wirkt, erklären Forscher im Fachjournal "Arthritis and Rheumatology".


Alternativbehandlungen sind gefragt

Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) ist der komplizierte chemische Name einer Substanz in grünem Tee, die Entzündungen und Gelenkschäden bei Patienten mit rheumatoider Arthritis positiv beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Washington State University.

Die rheumatide Arthritis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, bei der das eigene Immunsystem fälschlicherweise Gelenkstrukturen angreift. Es kommt  zu Schwellungen und Entzündungen von Gelenken, vornehmlich an Gelenken der Hände, Füße, Handgelenke, Ellenbogen und Knien. Es können jedoch auch andere Gelenke betroffen sein.

Gegenwärtige Behandlungen zielen auf eine Reduktion bzw. Hemmung der Entzündungen ab. Einige Medikamente jedoch sind sehr teuer, schränken die Aktivität des Immunsystems ein und sind für eine Langzeitbehandlung unter Umständen nicht geeignet. Eine Alternative zu diesen Behandlungen wäre willkommen.


Weniger entzündliche Aktivität durch Pflanzenstoff

EGCG ist eine chemische Substanz aus der Klasse der Flavonole. Der sekundäre Pflanzenstoff ist in grünem Tee enthalten, aber auch in getrockneten Blättern von weißem Tee. Dem Stoff werden antientzündliche Eigenschaften zugesprochen.

Die Verabreichung der Substanz an Mäuse mit einer der rheumatoiden Arthritis vergleichbaren Erkrankung über zehn Tage lang führte zu einer signifikanten Abnahme von Gelenkschwellungen. Die Forscher konnten zeigen, dass die Substanz einen Eiweißsignalstoff hemmt, der proentzündliche Eiweißstoffe enthält. Diese setzen eine Entzündung und Gewebeschäden in Gang. Daneben reduzierte die Substanz Entzündungen, ohne andere Zellfunktionen zu stören, wie das bei den derzeit erhältlichen Medikamenten der Fall ist.

Die Forscher glauben, EGCG ist bei der Rheumatoiden Arthritis möglicherweise höchst wirksam.

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.02.16Zum AnfangZurück

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