Je nach Alter: Essen für die Seele

"Du bist, was du isst", gilt nicht nur für die Gesundheit des Körpers, sondern auch für die der Seele. Forscher stellten fest, dass das mentale Wohlbefinden von der Ernährung abhängt. Allerdings spielt das Alter eine Rolle.


Nahrungsmittel beeinflussen Hirnchemie

Fleisch, Obst und Gemüse haben das Potenzial, die Stimmung zu heben und können damit der mentalen Gesundheit zuträglich sein, ergaben Untersuchungen zum Thema. Welche Nahrungsmittel aber wirken am besten? Eine aktuelle Studie zeigt, dass dies maßgeblich vom Alter abhängig ist. Demnach sind einige Nahrungsmittel geeignet, die Stimmung und das psychische Wohlbefinden junger Menschen zu heben, während andere Nahrungsmittel eher bei Personen über 30 Jahre der psychischen Gesundheit nutzen. Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Wissenschaftler aus Binghampton im Journal "Nutritional Neuroscience".

In den vergangenen Jahren rückte die Ernährung zur Unterstützung der mentalen Gesundheit immer mehr in den Fokus. So ergab eine Studie beispielsweise, dass Obst und Gemüse die Stimmung innerhalb von nur zwei Wochen positiv beeinflussen kann. Andere Forschungsarbeiten lassen vermuten, dass rotes Fleisch das Risiko von Depressionen senken kann.

Forscher erklären sich die Auswirkungen verschiedener Nahrungsmittel auf die Psyche damit, dass sie über die Hirnchemie und Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin die Stimmung beeinflussen. Allerdings verändert sich die Hirnstruktur im Laufe des Lebens. Auch in einem Alter von 30 Jahren sei das Gehirn noch nicht voll ausgereift, so die Forscher. Demzufolge könnten sich verschiedene Nahrungsmittel auf das Gehirn und die Psyche je nach Alter unterschiedlich auswirken.


Junge Menschen profitieren von Fleisch, ältere von Obst und Gemüse

Die Forscher starteten eine Befragung von Menschen mittels sozialer Medien. Sie teilten die Antworteten in eine Gruppe jüngerer Erwachsener im Alter von 18 bis 29 Jahren ein und eine Gruppe Erwachsener über 30 Jahre.

Es zeigte sich, dass Geflügel und rotes Fleisch insbesondere in der Gruppe der jüngeren Studienteilnehmer stimmungsaufhellende Chemikalien beziehungsweise Nervenbotenstoffe im Gehirn ansteigen ließen. Dies war bei Menschen über 30 Jahre aber nicht der Fall. Diese profitierten eher von Gemüse und Obst. Diese Nahrungsmittel sind an Antioxidanzien reich, die stoffwechselbedingten Zellschäden vorbeugen können.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.12.17Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: