Gesunde Ernährung nach Schwangerschaftsdiabetes wichtig

Das Risiko nach einem Schwangerschaftsdiabetes an Spätfolgen wie Bluthochdruck zu erkranken ist hoch. Eine durchdachte Diät kann dem entgegenwirken.


Stoffwechselstörung in der Schwangerschaft

Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Krankheiten. Vor allem übergewichtige Frauen zeigen während der Schwangerschaft häufig erstmals erhöhte Zuckerwerte im Blut. Nach der Geburt des Kindes normalisieren sich die Werte in den meisten Fällen wieder, allerdings drohen Betroffenen Spätfolgen wie ein erhöhter Blutdruck. Eine Forschergruppe um Cuilin Zhang des "National Institute Of Child Health And Human Development" wertete nun die Daten von 3.818 Frauen nach 18,5 Jahren Beobachtungszeit aus. Sie alle waren während der Schwangerschaft an einem Schwangerschaftsdiabetes erkrankt, 1.069 wiesen nach dem Beobachtungszeitraum einen erhöhten arteriellen Blutdruck (Hypertonie) auf.


Drei verschiedene Ernährungsmodelle

Um der arteriellen Hypertonie nach einem Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen, gibt es bisher drei verschiedene Ernährungsprogramme. Derzeitigen Empfehlungen zufolge soll die Diät nach der Schwangerschaft vor allem auf viel Gemüse und Obst basieren, Fette aus pflanzlichen Quellen wie Nüssen bevorzugen und den Proteinbedarf über Fisch und Meeresfrüchte decken. Damit lehnt der Ernährungsplan an die traditionelle Mittelmeerkost an. Einen ähnlichen Speiseplan empfiehlt der "Healthy Eating Index" (HEI). Ein zur Vorbeugung der arteriellen Hypertonie entwickeltes Ernährungsprogramm ist der "Dietary Approach To Stop Hypertension" (DASH). Hier wird besonderer Wert auf einen salzarmen Speiseplan gelegt.

Zhang konnte bei den Auswertungen der Daten beobachten, dass Frauen, die sich nach der Schwangerschaft an eines dieser Ernährungskonzepte hielten, ein deutlich geringeres Risiko aufwiesen eine Hypertonie zu entwickeln als andere Studienteilnehmerinnen. So erkrankten Frauen, die sich streng an die Mittelmeerkost hielten, zu 30 Prozent seltener. Das HEI-Programm senkte das Risiko um 24 Prozent und das DASH-Konzept um 28 Prozent. 

Das Team schloss außerdem andere Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht und familiäre Veranlagungen durch Befragungen aus. Zhang kommt durch ihre Ergebnisse zu dem Schluss, dass Frauen durch einen gesunden Lebensstil den Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes entgegenwirken können.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.05.16Zum AnfangZurück

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