Darmbakterien könnten vor Krebs bewahren

Verschiedene Darmbakterien bewahren nicht nur vor Übergewicht, sondern wahrscheinlich auch vor einigen Krebserkrankungen. Möglicherweise lässt sich das Krebsrisiko mithilfe von Bakterien sogar reduzieren.


Nützliche Bakterien schützen vor Lymphomen

Antientzündlich wirkende, der Gesundheit zuträgliche Darmbakterien können mehr als vor Übergewicht und verschiedenen Erkrankungen schützen. Eine aktuelle Studie lässt vermuten, dass sie auch einen Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum verschiedener Krebserkrankungen haben könnten.

Bereits frühere Studien der Forscher hatten bereits Zusammenhänge mit dem Lymphom ergeben. Lymphome sind bösartige Tumoren des Lymphgewebes. In einer Studie zeigten Untersuchungen an Mäusen mit einer Erkrankung, die für Leukämie und Lymphome prädestiniert ist, dass Tiere mit mehr nützlichen Bakterien im Darm weniger leicht Lymphome entwickelten. Den Tiere waren entweder antientzündlich wirksame Bakterien oder ein Mix aus entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Bakterien zugeführt worden. Die im Darm lebenden Bakterien bestehen typischerweise aus einer Mischung der zuletzt genannten Bakterien.

Stoffwechselprodukte nützlicher Darmbakterien helfen bei der Krebsabwehr

In der aktuellen Studie ließ sich nun wiederum im Tierversuch belegen, dass Tiere mit Fütterung gesundheitsfördernder Darmbakterien im Stoffwechsel wichtige Substanzen bilden, die vor Krebs bewahren können. Effektiver war auch der Fettstoffwechsel und der oxidative Stoffwechsel, was für ein geringeres Krebsrisiko ebenfalls bedeutsam sein könnte.

Zudem zeigte sich, dass Tiere mit Fütterung nützlicher Bakterien nur halb so schnell Lymphome entwickelten. Ergebnisse der aktuellen Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im Journal "PLOS ONE". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.04.16Zum AnfangZurück

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