Brustkrebs mit Zinktest erkennbar?

Eine neue Studie lässt vermuten, dass eine frühere Diagnose von Brustkrebs mit einem Test auf Isotope des Zinks möglich sein könnte. Demnach zeigte die Messung der Zusammensetzung von Zinkisotopen (Zink mit verschiedener Neutronenanzahl) in gesundem und krankem Brustgewebe unterschiedliche Werte.

 

 

Frühe Diagnose kann entscheidend sein

 

Die Prognose von Brustkrebs hängt von der frühzeitigen Entdeckung und Behandlung ab. Denn sowohl Größe als auch Ausbreitung des Tumors sind wichtige Faktoren des Behandlungserfolgs.

 

Eine frühere Entdeckung des Krebses könnte mit einem Verfahren gelingen, das Wissenschaftler der University von Oxford in Großbritannien in der Fachzeitschrift "Metallomics" vorstellen. Die verwendete Technik benutzen normalerweise Forscher, um Klimaveränderungen und die Geburt von Planeten zu verstehen. Zugrunde liegen hochsensible Messungen von Veränderungen der Metallzusammensetzung von Materialien, wobei Metalle oftmals nur in Spuren vorliegen. Gemessen werden dabei die relativen Anteile der verschiedenen Isotope eines Metalls.

 

 

Gesundes und krankes Gewebe unterscheiden sich

 

In der Untersuchung analysierte das Forscherteam die Zusammensetzung von Zink im Blut und Blutserum von zehn Probanden. Fünf von diesen hatten Brustkrebs, die anderen waren gesund. Sie untersuchten gesundes Brustgewebe beider Gruppen und Brustkrebsgewebe.

 

Gewebe von Brustkrebstumoren wies eine statistisch signifikant andere Zusammensetzung der Zinkisotope auf als gesundes Brustgewebe. Diese nur mit Spezialgeräten messbaren Veränderungen erklären sich die Forscher mit einer veränderten Verarbeitung von Zink durch Tumorzellen. Ähnliche Veränderungen ergaben sich für Kupfer. Zudem entdeckten sie, dass für die Zinkverarbeitung in Krebszellen schwefelhaltige Eiweißstoffe bedeutsam sind.

 

Tatsächlich ist seit über zehn Jahren bekannt, dass Brustkrebstumorgewebe mehr Zink enthält. Die Ergebnisse lassen hoffen, dass sich Brustkrebs in Zukunft mithilfe eines Biomarkers früher diagnostizieren lässt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.12.14Zum AnfangZurück

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