Brokkoli gegen Kopf- und Halstumoren

Gemüse wie Brokkoli sind gesund, denn ihr Vitamin- und Fasergehalt ist hoch. Eine aktuelle Studie lässt zudem vermuten, dass ein Brokkoliextrakt vor Krebstumoren im Bereich des Mundes und Halses schützen kann. Der Stoff schützt offenbar die Schleimhaut, an der Tumoren entstehen können.

 

 

Krebsrezidiv hat schlechte Prognose

 

Forscher eines Krebsinstituts in Pittsburgh geben bekannt, dass ein Extrakt aus Brokkoli namens Sulforaphan Mäuse vor der Entwicklung von Krebs im Mund schützte. Eine kleine Gruppe von Versuchspersonen vertrug den Extrakt bereits gut. Studien an Patienten mit erfolgreich behandelten Mund- und Halstumoren sollen noch dieses Jahr folgen.

 

Bei Mund- und Halstumoren besteht ein hohes Risiko, dass es zum Wiederauftreten der Krankheit kommt, auch wenn sie zunächst erfolgreich behandelt wurde. Bei einem erneuten Auftreten der Krankheit ist die Prognose allerdings oftmals schlecht. Die Forscher hoffen deshalb, eine natürliche Behandlungsmethode gefunden zu haben, die die Schleimhaut in diesem Bereich schützen kann und so vor einer wiederholten Erkrankung bewahrt.

 

 

Einfache und kostengünstige Vorsorge?

 

Brokkoli gehört zur Gruppe der sogenannten Kreuzblütler, die zum Teil Kohlgemüse sind und neben einem starken Aroma einen bitteren Geschmack aufweisen. Der Gruppe zugehörig sind neben Brokkoli, Ruccola, Kohl, Blumenkohl und Blattkohl.

 

Erste Untersuchungen am Menschen zeigen, dass der Extrakt aus Brokkoli gut verträglich ist und die Schleimhaut des Mundes positiv beeinflusste. Das lässt vermuten, dass der Wirkstoff direkt in die Schleimhaut gelangt. Die Forscher sprechen von "grüner Chemoprävention", wenn einfache Zubereitungen aus Pflanzenbestandteilen eingesetzt werden, um Krebserkrankungen vorzubeugen.

 

Wenn sich der Extrakt bei Menschen als wirksam herausstellen sollte, wäre dies ein großer Erfolg. Denn der Extrakt ist wahrscheinlich gut verträglich und lässt kaum Nebenwirkungen erwarten. Zudem wären Behandlungen kostengünstig. Dies spielt in Entwicklungsländern eine große Rolle, wo Kopf- und Halstumoren ein großes Problem darstellen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann05.05.15Zum AnfangZurück

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