Yoga und Meditation als Energiebooster

Nur 25 Minuten Yoga reichen aus, um geistig wieder auf der Höhe zu sein und die Hirnleistung zu steigern, ergab eine kanadische Untersuchung. Hatha-Yoga und achtsamkeitsbasierte Meditation kamen zum Einsatz.


Yoga und Meditation werden immer beliebter

Wer sich in kurzer Zeit erholen will, sollte sich in Hatha-Yoga oder Meditation üben. Das bringt offenbar wesentlich mehr als vielleicht eine halbe Stunde zu pausieren und zu lesen oder einer anderen Beschäftigung nachzugehen. Das ergab eine Studie von Peter Hal und Mitarbeitern der Unversity of Waterloo in Ontario. 

Yoga und Meditation, ursprünglich aus der asiatischen Kultur stammend, werden immer populärer. In den USA praktizieren über 36 Millionen Menschen Yoga. Im Jahr 2012 waren es nur etwas mehr als 20 Millionen. Um die 18 Millionen US-Bürger meditieren.

Unter der Vielzahl verschiedener Yogaarten kommt meist Hatha-Yoga zum Einsatz. Es kombiniert Atmung und Meditation mit Bewegungen. Achtsamkeitsbasierte Meditation fokussiert dagegen die Aufmerksamkeit auf das Vorgehen, ohne es zu bewerten oder darüber zu urteilen. Zwar kann bei Yoga auch Achtsamkeit eine Rolle spielen, doch kann es auch ganz allein für sich praktiziert werden. Beide Praktiken fördern die Kraft von bewusster Wahrnehmung und den Umgang mit einer begrenzten Anzahl von Faktoren wie Atmung und Bewegung. Unwichtige Reize und Informationen verlieren an Bedeutung.


Yoga und Meditation steigern geistige Leistung

Die US-Forscher untersuchten jetzt, inwieweit Yoga und achtsamkeitsbasierte Meditation die exekutiven kognitiven Funktionen beeinflussen. Exekutive Funktionen sind höhere geistige Funktionen im Bereich des Vorderhirns, die für die Kontrolle von Verhalten und Emotionen bedeutsam sind und dem Wissen nach unabhängig von äußeren Reizen bestehen. Dazu gehören auch Arbeitsgedächtnis, geistige Flexibilität sowie hemmende Kontrollmechanismen.

Insgesamt erhielten 31 Probanden im Alter von 28 Jahren entweder drei Yoga-Sitzungen, dreimal achtsamkeitsbasierte Meditation oder lasen. Die Gruppe der Leser diente als Kontrollgruppe. De Forscher untersuchten die exekutiven Funktionen fünf Minuten vor und fünf sowie zehn Minuten nach den Sitzungen. 

Die exekutiven Funktionen waren zehn Minuten nach Beendigung von Yoga oder Meditation verbessert. Auch die Stimmung verbesserte sich merklich.



Quelle: Dr. Julia Hofmann20.09.17Zum AnfangZurück

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