PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

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Methode zu PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

Die Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie (PTCA) dient der Aufweitung verengter Herzkranzgefäße (Koronararterien). Bei diesem Verfahren wird auch von Angioplastie oder Ballondilatation gesprochen. Der Gefäßaufdehnung kann das Einlegen einer Gefäßstütze (Stent) folgen, die das Gefäß offen hält.

Für wen ist die PTCA geeignet?

Der Eingriff ist für Personen mit koronarer Herzkrankheit und Angina-pectoris-Beschwerden geeignet. Die Gefäßengstellen sollten möglichst kurzstreckig sein und die Verengung mindestens 70 bis 75 Prozent betragen. Möglich ist auch eine Behandlung von Personen, bei denen drei Koronargefäße erkrankt sind.

Was ist im Vorfeld der Operation zu beachten?

Die nötigen Voruntersuchungen entsprechen denen der diagnostischen Herzkatheter-Untersuchung. Etwa vier Stunden vor dem Eingriff darf nichts mehr gegessen und nur wenig getrunken werden. Medikamenteneinnahmen sind meist regulär möglich, aber in jedem Fall vorher mit dem Behandler abzuklären.

Wie läuft der Eingriff ab?

Die PTCA verläuft wie eine Herzkatheter-Untersuchung und wird dieser häufig angeschlossen. Über ein Gefäß meist in der Leiste lässt sich ein Katheter mit einem nicht entfalteten Ballon über einen Führungsdraht an das Zielgefäß führen. Das Spritzen von Röntgenkontrastmittel ermöglicht die genaue Positionierung des Ballons. Der Ballon lässt sich mit Flüssigkeiten entfalten, sodass ein Druck von bis zu 20 bar für eine Minute oder mehr aufgebaut wird.
Die Aufdehnung des Gefäßes wird mit Röntgenkontrastmittel kontrolliert und die Prozedur gegebenenfalls wiederholt, bis die gewünschte Aufdehnung erreicht ist. Möglicherweise erfolgt anschließend die Implantation einer Gefäßstütze (Stent), die das Gefäß offen hält.

Was passiert nach dem Eingriff?

Nach der PTCA wird der Betroffene überwacht und kontinuierlich ein EKG abgeleitet. Er erhält gerinnungshemmende Medikamente, damit sich am Ort der Gefäßerweiterung kein Blutgerinnsel bildet. Auch später ist eine Blutgerinnungshemmung mit Acetylsalicylsäure (ASS) in niedriger Dosierung notwendig.
An der Stelle der Gefäßpunktion erhält er einen Druckverband. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte der Behandelte sich schonen, nicht schwer tragen oder schwere körperliche Arbeiten verrichten. Eine Kontrolluntersuchung mit einem Herzkatheter erfolgt in der Regel nach sechs Monaten.

Alternativen zu PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

Eine Verengung der Herzkranzgefäße lässt sich mit verschiedenen Methoden behandeln:
  • Medikamentös
  • Implantation einer Gefäßstütze (Stent)
  • Erweiterung des Gefäßes mit einem Laser (Laserangioplastie)
  • Rotablationsangioplastie
  • Bypassoperation.
Welche Methode die vielversprechendste ist, entscheiden Betroffener und Behandler gemeinsam.

Mögliche Komplikationen der PTCA

Die PTCA kann Komplikationen verursachen:

Kosten zu PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

Die anfallenden Kosten einer PTCA übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Daten/Fakten zu PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

Drei bis vier Prozent der Bevölkerung leiden an einer koronaren Herzkrankheit. Bei Beschwerden, bei Angina pectoris oder einem Herzinfarkt sind Möglichkeiten für eine verbesserte Durchblutung durch eine Operation zu überdenken.

Links zu PTCA (Herzkranzgefäß-Erweiterung)

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie Herz und Kreislaufforschung e.V.
http://leitlinien.dgk.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=28

Informationen zur arteriellen Verschlusskrankheit und ihren Behandlungen
http://www.rmmc-wiesbaden.de/arterielle-verschlusskrankheit.php

Herzkatheter|Herzkatheteruntersuchung
http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkatheteruntersuchung

Deutsche Herzstiftung e.V.
Vogtstraße 50
60322 Frankfurt am Main
Tel: 069 - 955 12 80
Fax: 069 - 955 128 313
Mail: info@herzstiftung.de
http://www.herzstiftung.de/kontakt.html
Autor: Hofmann, Julia23.09.2015

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