Prostatavergrößerung

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Wissen zu Prostatavergrößerung

Die Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata). Sie ist die häufigste gutartige Veränderung des Mannes. Bereits ab einem Alter von 30 Jahren beginnt sich das Gewebe vor allem im inneren Bereich der Prostata zu vergrößern, ab 60 Jahren weist jeder zweite Mann eine Prostatavergrößerung auf. Diese ist aber nicht automatisch krankhaft. Die Vorsteherdrüse befindet sich unterhalb der Harnblase, hat etwa Kastaniengröße und umschließt die Harnröhre ringförmig.
Aufgabe ist die Produktion von Flüssigkeit, die mit dem Samen die Samenflüssigkeit bildet. Kommt es aufgrund der Prostatavergrößerung zu einer Blasenentleerungsstörung, weil die Prostata die Harnröhre einengt, besteht Behandlungsbedarf. Betroffene Männer können nur noch erschwert Urin lassen. Später mit dem Fortschreiten der Vergrößerung staut sich Urin von der Blase in die Nieren zurück. Dadurch nehmen die Nieren Schaden, der bis zum Nierenversagen gehen kann. 25 bis 30 Prozent der Männer über 50 Jahre, die eine vergrößerte Prostata besitzen, entwickeln Beschwerden.

Ursachen

Warum sich die Prostata vergrößert, ist nicht ganz geklärt. Hormone und das Wechselspiel zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen, die auch der Mann in bestimmter Menge besitzt, sind gestört. Wahrscheinlich spielen Erbfaktoren eine Rolle. Inwieweit Übergewicht oder die Ernährung zur Entstehung der Prostatavergrößerung beitragen, ist unklar. Feingewebliche Untersuchungen belegen eine Entzündung, die aber nicht von Krankheitskeimen ausgelöst ist.

Diagnose zu Prostatavergrößerung

Die Beschwerden lassen häufig bereits die Verdachtsdiagnose zu. Standardisierte Fragebögen helfen, die Beschwerden genau zu erfassen. Es folgt eine vom Darm ausgehende Tastuntersuchung (digital-rektale Untersuchung), um Form, Größe und Beschaffenheit der Prostata zu beurteilen. Eine Urinuntersuchung ist nötig, um Harnwegsinfektionen auszuschließen. Die Prostatagröße kann ebenso mit einer über den Darm durchgeführten Ultraschalluntersuchung bestimmt werden, darüber hinaus wird der Restharn sichtbar, der nach dem Urinlassen in der Blase zurückbleibt. Eine Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) liefert möglicherweise weitere Hinweise auf eine Harnröhrenverengung.
Zudem werden mittels Blutuntersuchung die Nierenwerte geprüft, sowie die Höhe des Prostata-spezifischen Antigens (PSA). Erhöhte Werte deuten auf eine Prostatavergrößerung oder auf Prostatakrebs hin. Allerdings sind die Werte auch nach einer rektalen Untersuchung, nach dem Fahradfahren oder bei älteren Männern erhöht, sodass ihre Aussagekraft begrenzt ist.

Symptome

  • häufiges Urin lassen
  • der Beginn des Wasserlassens ist erschwert
  • der Harnstrahl wird schwächer
  • das Wasserlassen ist unterbrochen
  • Nachträufeln nach dem Wasserlassen
  • nach dem Wasserlassen ein Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
  • nächtliches Wasserlassen
  • starker Urindrang
  • unfreiwilliger Urinabgang
Aufgrund der Blasenentleerungsstörung und dem Verbleiben von Restharn in der Blase kann es zu Harnwegsinfektionen kommen. Etwa ein Drittel der betroffenen Männer leidet zusätzlich unter Erektionsstörungen. Staut sich Urin in die Nieren zurück, nehmen diese Schaden. Möglich ist auch ein Harnverhalt, bei dem ein Wasserlassen unmöglich ist.

Behandlung zu Prostatavergrößerung

Bei nur leichten Beschwerden genügt es in der Regel, abzuwarten und den weiteren Verlauf zu beobachten. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind aber nötig. Ob und wie schnell sich die Prostata in Zukunft vergrößert, ist nicht vorherzusagen. Stärkere Beschwerden lassen sich mit verschiedenen Medikamenten behandeln. Bei schweren Symptomen wie Harnverhalt, wiederkehrenden Harnwegsinfekten, Bildung von Blasensteinen oder einer Funktionsbeeinträchtigung der Nieren ist eine Operation nötig. Eine sofortige Behandlung erfordert ein akuter Harnverhalt, wenn gar kein Urin mehr gelassen werden kann. Der Harn muss dann mit einem Katheter abgelassen werden.

Prognose

Wie sich eine leichte Prostatvergrößerung entwickelt, ist abzuwarten. Eine rechtzeitige Behandlung kann vor schweren Symptomen und Komplikationen wie Harnwegsinfektionen und Beeinträchtigungen der Nierenfunktion bewahren.

Selbsthilfe zu Prostatavergrößerung

Mittlerweile gibt es auf dem Gesundheitsmarkt sehr wirksame Naturheilmittel, um der Vergrößerung der Prostata entgegenzuwirken. Natürliche Bestandteile wie beispielsweise verschiedene Sterole, Lycopin, Bienenpollen, Leinsamen, Luteolin und Myricetin haben die Eigenschaft, den Vergrößerungsprozess ohne Nebenwirkungen aufzuhalten.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Facharzt, die auch der Früherkennung von Prostatakrebs dienen, sind ratsam. Diese werden von den Gesetzlichen Krankenkassen ab dem 45. Lebensjahr bezahlt und können einmal im Jahr in Anspruch genommen werden. Leider machen nur die wenigsten Männer von der Untersuchung Gebrauch.

Links zu Prostatavergrößerung

APOGEPHA Arzneimittel GmbH
Kyffhäuserstraße 27
01309 Dresden
http://www.urol.de/de/gutartige-prostatavergroesserung.html

Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V.
Friedberger Straße 2
61350 Bad Homburg
Tel: 06172 - 966 131
Fax: 06172 - 966 111
E-Mail: mail@mann-und-gesundheit.com
Prostatavergrößerung - Professor Dr. med. T. Klotz, MPH/Miriam Funk

Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
Uerdinger Str. 64
40474 Düsseldorf
Tel: 0211 - 516 09 60
Fax: 0211 - 516 09 660
E-Mail: info@urologenportal.de
www.dgu.de/Prostata
Autor: Hofmann, Julia03.02.2017

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